Arbeitswelten von morgen:

SAFE WORKING SPACES: ARBEITSWELTEN VON MORGEN

Wie nutze ich meine Flächen optimal? Welcher Schallschutz ist notwendig? Und wie steigert man das Wohlbefinden, um die Unternehmenskultur zu stärken? Diese Fragen haben das Project Solutions-Team von BNP Paribas Real Estate bis Anfang des Jahres täglich beschäftigt. Durch die Corona-Pandemie kamen dann jedoch viele weitere Fragen hinzu. Wir begleiten das Team einen Tag lang und schauen uns an, wie die Arbeitswelten von morgen aussehen könnten.

„Momentan ist unser wichtigstes Ziel, Arbeitsräume und -abläufe so zu gestalten, dass sich Mitarbeitende sicher und wohl fühlen“, berichtet Irene Drude, Director Project Solutions in NRW, als sie uns – mit gebührendem Abstand und Maske – durch die umgestalteten Flächen eines Büros in Düsseldorf führt. Hier wurden Tische auseinandergeschoben, Einbahnstraßen eingeführt und neue Regeln implementiert. In einem Meetingraum, in dem einst zehn Personen Platz nehmen konnten, sitzen wir nun zu fünft – also vollbesetzt. „Mobile Working wird verstärkt genutzt werden, vor allem für Tätigkeiten, die keine großen Interaktionen erfordern“, berichtet Krunoslav Antosovic, Senior Consultant Project Solutions. Seine Kollegin aus Hamburg, Sandra Berlinghoff, fügt hinzu:

„Wir müssen im Büro der Zukunft Möglichkeiten vorfinden, die wir zu Hause vermissen: einen Rückzugsort für ungestörtes Arbeiten, eine Kreativ-Area oder einen Gemeinschaftsbereich, der mit Abstand lockere Gespräche mit Kollegen ermöglicht.“

BÜRO BLEIBT WEITERHIN IM MITTELPUNKT

Denn das Mobile Working wird von vielen bereits als der neue Konkurrent des Büroarbeitsplatzes gehandelt. Ob dieses sich aber flächendeckend durchsetzen wird, ist zu bezweifeln, meint Fabian Mottl, Manager Brand Communications bei Steelcase, der virtuell an unserem Meeting teilnimmt: „Das Büro als Ort der Zusammenarbeit steht unserer Meinung nach weiterhin im Mittelpunkt. Das bestätigt auch unsere aktuelle Mitarbeiterbefragung, die ergab, dass der Austausch vor Ort enorm wichtig und ausdrücklich gewünscht ist – auch in Zukunft.“

Safe Working Spaces

Daher analysiert das Team rund um Irene Drude, wie sich Büros jetzt und zukünftig sicher und flexibel aufstellen lassen. Anhand einer Belegungsgrafik zeigt sie, wie Unternehmen adaptiv auf Veränderungen reagieren können. Sie erklärt daraufhin, wie das Team bei der Umsetzung der neuen Maßnahmen in drei Schritten vorgeht:

  1. Analyse des Ist-Zustands und Identifikation von „Hotspots“, um Büroräume an die sich verändernden Richtlinien anzupassen, indem beispielsweise die Dichte der Mitarbeitenden reduziert oder die räumliche Anordnung und Möblierung verändert wird.
  2. Erstellung einer effizienten Gebäudenutzung, indem neue Regeln und Prozesse erarbeitet werden, die den Mitarbeitenden dabei helfen, sich sicher zu fühlen.
  3. Optimierung der Gebäudetechnik, indem in Kooperation mit Fachplanern neue technische Maßnahmen implementiert werden. Möglich sind hier ein digitaler Belegungsplan oder neue Luftfilter im Büro.
Moderne Arbeitswelten

MODERNES BÜRO - TECHNIK IM FOKUS?

Nach der Präsentation wird klar, dass die Digitalisierung immer wichtiger wird. Auf die Frage, ob der Arbeitsplatz der Zukunft vor allem aus Technik besteht, antwortet Mottl:

„Der moderne Arbeitsplatz von heute ist schon smart und vernetzt. Doch es geht primär eher darum, wie man sich bei der Arbeit fühlt. Technologie tritt als digitaler bzw. hilfsbereiter Assistent auf, der uns mit Informationen versorgt, wenn wir sie brauchen. Beispielsweise durch die Erinnerung, sich mehr zu bewegen.“

Fabian Mottl
Fabian Mottl
Manager Brand Communications bei Steelcase

Auch der Büromöbelhersteller arbeitet zurzeit an neuen Arbeitsplatzkonzepten und hat fünf Wege zur Gestaltung von ansprechenden und sicheren Arbeitsplätzen konzipiert:

  1. Ausweitung des Raum-Ökosystems: Den Mitarbeitenden muss mehr Auswahl und mehr Kontrolle über die Arbeitsplatzwahl gegeben werden.
  2. Flexibilität: Unternehmen müssen Flächen so gestalten, dass sie im Falle zukünftiger Extremsituationen schnell angepasst werden können.
  3. Identifikation: Der Arbeitsplatz sollte den Teambedürfnissen, aber auch den Ansprüchen des einzelnen Mitarbeiters gerecht werden.
  4. Ausstattung: Angebot an Möglichkeiten zur Zusammenarbeit wie Whiteboards, mobile Stromversorgung etc.
  5. Analog & digital verbinden: Kombination von analogen und digitalen Tools, um ein kontaktfreies, inklusives Arbeitsumfeld zu erschaffen, zum Beispiel mit einer digitalen Raumbelegung.

Nach dem Meeting verabschiedet sich Irene Drude – selbstverständlich ohne Händeschütteln – von uns mit dem Fazit: „Wir haben das Glück, dass wir auf die Erfahrungen unseres internationalen Teams zugreifen können. Innerhalb der BNP Paribas-Gruppe haben wir bereits mehr als 4.000 Mitarbeitende sicher an ihren Arbeitsplatz zurückkehren lassen. Dennoch ist es auch für uns eine aufregende Zeit mit täglichen Veränderungen, auf die wir ad hoc reagieren müssen. Ich glaube, es war noch nie spannender, zum Project Solutions-Team zu gehören.“

Change Magazin 03

Dieser Artikel ist Teil des Change Magazins 03

[Change] Magazin: Erfahren Sie mehr über die dritte Ausgabe 

Marina Vogt
MARINA VOGT
Social Media Content Specialist

Das könnte Sie auch interessieren: