RÜCKGANG BEIM FLÄCHENUMSATZ 2025

  • Der Leipziger Büromarkt erzielte im Jahr 2025 einen Flächenumsatz von 85.000 m² und bleibt damit rund 29 % hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Die anhaltend herausfordernde gesamtwirtschaftliche Lage wirkt sich weiterhin dämpfend auf das Anmietungsgeschehen aus. Im kleineren Flächensegment bis 500 m² gab es zwar im gesamten Jahresverlauf eine rege Bewegung, der geringe Umsatz im Bereich der größeren Abschlüsse konnte aber nicht kompensiert werden. Insbesondere in den ersten zwei Quartalen wirkte sich die niedrige Anzahl von Verträgen über 2.000 m² spürbar auf das Resultat aus. In der zweiten Jahreshälfte belebte sich der Markt jedoch leicht. Die beiden größten Anmietungen des Jahres durch Deloitte (8.000 m²) im Graphischen Viertel/Prager Straße und durch die Deutsche Bahn (5.600 m²) in der Büromarktzone Ringlage leisteten hierzu einen wesentlichen Beitrag.

  • Die Büromarktzone Graphisches Viertel/Prager Straße war auch im Jahr 2025 umsatzstärkster Teilmarkt. Mit einem Flächenumsatz von rund 22.000 m² trägt sie überdurchschnittliche 26 % zum Ergebnis bei und setzt sich deutlich vor die City (15.000 m²).

  • Die Spitzenmiete der Messestadt hat sich im Jahresverlauf bei 21 €/m² stabilisiert und wird weiterhin für hochwertige Flächen in sehr guten Lagen der City erzielt. Insgesamt konnte bei den Mietpreisniveaus ein Aufwärtstrend festgestellt werden. In den meisten Teilmärkten sind die jeweiligen Spitzenmieten leicht gestiegen. Die Durchschnittsmiete des Gesamtmarkts notiert derweil bei 13,50 €/m² (+4 % gegenüber dem Vorjahr).

 

BERATUNGSGESELLSCHAFTEN ÜBERDURCHSCHNITTLICH STARK

  • Bei der Verteilung des Umsatzes nach Branchen hat sich die Sammelkategorie der sonstigen Dienstleistungen mit einem Anteil von knapp 28 % wiederholt an die Spitze gesetzt. Fast ein Viertel des Volumens entfällt auf die Beratungsgesellschaften, die sich auf Position zwei wiederfinden. Unterstützt durch den Deloitte-Vertrag konnten sie ihr Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um knapp 18 Prozentpunkte steigern. Die öffentliche Verwaltung erreicht mit rund
    12 % den dritten Platz. Unternehmen aus der Transportbranche rangieren mit einem überdurchschnittlichen Marktanteil von 11 % auf dem vierten Platz. Neben dem Abschluss der Deutschen Bahn aus Q3 gehen noch weitere mittelgroße Mietverträge auf ihr Konto.

  • Der Leerstand auf dem Leipziger Büromarkt ist im vergangenen Jahr auf 230.000 m² angestiegen (+24 % ggü. Vorjahr). Parallel dazu haben auch die zur Untermiete angebotenen Flächen zugelegt und summieren sich auf rund 29.000 m². Wesentlich umfangreicher fiel der Zuwachs bei den primär nachgefragten modernen Flächen aus. Sie machen rund 116.000 m² aus, was einem Anstieg von 73 % gegenüber Ende 2024 entspricht. Ausschlaggebend hierfür sind die Fertigstellungen der noch nicht vollständig vermieteten Neubauprojekte. Trotz des gestiegenen Leerstands liegt die Leerstandrate mit 5,7 % auch im bundesweiten Vergleich auf einem niedrigen Niveau. Die Bauaktivität präsentiert sich hingegen mit rund 51.000 m² im Bau befindlicher Fläche weiterhin deutlich rückläufig (-52 % ggü. Vorjahr). Rund 55 % dieser Flächen sind bereits vermietet, was den Nachfrageüberhang nach Premiumflächen in Best-lagen verschärft.

 

PERSPEKTIVEN

  • Auch auf dem Leipziger Büromarkt waren die konjunkturellen Unsicherheiten im Jahr 2025 spürbar. Die Vermietungsaktivität lag dement-sprechend unter dem langjährigen Durchschnitt. Während sich das Marktgeschehen im kleineren Segment über das gesamte Jahr hinweg vergleichsweise dynamisch zeigte, fehlten insbesondere größere Vertragsabschlüsse in der ersten Jahreshälfte, sodass das Vorjahresergebnis nicht erreicht werden konnte. Vor dem Hintergrund weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen und unter der Annahme einer sich langsam erholenden Wirtschaft gilt eine in etwa konstante bis leicht anziehende Vermietungsleistung als das wahrscheinlichste Szenario für das Jahr 2026.

  • Angebotsseitig ist im kommenden Jahr ein weiterer Anstieg des Leerstands zu erwarten, wenngleich mit abgeschwächter Dynamik. Vor allem ältere Bestandsobjekte, die den heutigen Nutzeranforderungen nicht mehr gerecht werden, dürften weitere Zuwächse verzeichnen, während moderne Erstbezugsflächen voraussichtlich rasch vom Markt aufgenommen werden. Bereits jetzt liegt die Vorvermietungsquote bei 55 %, während das Bau-volumen weiter rückläufig zeichnet.

  • Trotz der erkennbaren Verschiebung der Nachfrage hin zu modernen, zeitgemäßen Flächen ist unter Berücksichtigung des hohen Leerstandsvolumens mit einer Seitwärtsbewegung des Mietniveaus für 2026 zu rechnen.

BÜROMARKTLAGEN IN LEIPZIG

Bedeutende Verträge

8.000 m²
Deloitte
Q3 (BMZ 2.2)

5.600 m²
Deutsche Bahn AG
Q3 (BMZ 2.1)

3.900 m²
Öffentliche Verwaltung
Q4 (BMZ 2.5)

 

Den Überblick zu den Kennzahlen des Büromarkts Leipzig 2025 finden Sie im PDF-Download sowie unter folgendem Link die  ausführliche Kennzahlentabelle auf Teilmarktebene.

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Herausgeber und Copyright: BNP Paribas Real Estate GmbH | Bearbeitung: BNP Paribas Real Estate Consult GmbH | Stand: 31.12.2025