Pressemitteilungen

 

 

08. Januar 2014

Umsatz auf dem Berliner Büromarkt wieder im langjährigen Durchschnitt

Berlin – Mit einem Flächenumsatz von 453.000 m² verfehlt der Berliner Büromarkt das Vorjahresergebnis zwar um rund 17 %, liegt aber dennoch in etwa auf dem Niveau des langjährigen Schnitts. Das ergibt der Büromarkt-Report 2014, den BNP Paribas Real Estate (BNPPRE) Mitte Februar veröffentlichen wird.  

„Besonders der geringe Anteil von Großverträgen über 10.000 m² – diese kommen lediglich auf knapp 6 % – schlug dabei zu Buche“, erklärt Jan Dohrwardt, Berliner Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH. „Im Vorjahr sorgten Abschlüsse über 10.000 m² mit einem Beitrag von 37 % noch für eines der besten jemals erzielten Resultate. Während sich der Leerstandsabbau insgesamt mit moderatem Tempo fortsetzte, konnte bei dem sehr knappen Angebot moderner Leerstandsflächen zum Jahresende 2013 erfreulicherweise erstmals eine leichte Entspannung verzeichnet werden. Die Spitzenmiete verharrt bereits seit einiger Zeit bei 22 €/m².“ 

Wie auch im Vorjahr liegen die mit Abstand beliebtesten Büroteilmärkte in den Citylagen. Insgesamt 215.000 m², knapp die Hälfte des Flächenumsatzes, entfällt auf diese Zonen. Dennoch wurden hier rund 20 % weniger als im Vorjahr umgesetzt. Der Cityrand liegt mit 99.000 m² fast gleichauf mit der Topcity (98.000 m²), musste jedoch auch einen kräftigen Umsatzrückgang hinnehmen (-27 %). Lediglich die Topcity kann entgegen der gesamten Marktentwicklung sogar mehr Flächenumsatz als 2012 vorweisen (+19 %). Entscheidend hierfür war das sehr gute Volumen der Topcity Ost, die mit 55.000 m² nicht nur eines der besten Ergebnisse der vergangenen Jahre erreicht, sondern auch insgesamt der beliebteste Teilmarkt im Berliner Marktgebiet war. Die eher peripheren Nebenlagen kommen dagegen in der Summe auf gerade einmal 41.000 m².

Nachdem das Vorjahr noch von außergewöhnlich vielen Abschlüssen über 10.000 m² dominiert wurde, begrenzte sich das Marktgeschehen 2013 eher auf die kleineren und mittleren Flächensegmente: Jede der Kategorien bis 10.000 m² konnte anteilig zulegen, während in der größten ein Rückgang um fast 31,5 % Prozentpunkte auf 5,5 % verzeichnet wurde. Über 10.000 m² wurde nur ein Abschluss registriert: 25.000 m² der Deutschen Rentenversicherung Bund. Der größte Beitrag entfällt auf Flächen zwischen 2.000 und 5.000 m², die auf rund 28 % kommen. Gemeinsam folgen auf dem zweiten Rang die Kategorien 200-500 m² sowie 1.000-2.000 m² mit jeweils knapp 19 %. Dabei konnte insbesondere die kleinere der beiden Klassen gegenüber dem Vorjahr deutlich zulegen (+10 Prozentpunkte). Weitere 16 % vereinen Abschlüsse zwischen 500-1.000 m², die zweitgrößte Klasse zwischen 5.000-10.000 m² kommt immerhin noch auf rund 9 %.

 Sonstige Dienstleistungen unangefochten vorn 

Wie auch im Vorjahr nehmen die sonstigen Dienstleistungen bei der Verteilung des Flächenumsatzes nach Branchen den ersten Platz ein. Diese in Berlin bedeutende Nachfragegruppe ist für rund ein Viertel des Ergebnisses verantwortlich. Auch auf dem zweiten Platz findet sich mit der öffentlichen Verwaltung eine in Berlin traditionell starke Branche. Mit 16 % – nicht unwesentlich unterstützt durch den Großabschluss der Deutschen Rentenversicherung Bund – sorgten sie jedoch insgesamt für etwas weniger Umsatz als im Vorjahr (19 %). Fast gleichauf liegen Informations- und Kommunikationstechnologien und Beratungsgesellschaften, die beide rund 12 % zum Ergebnis beisteuerten. Darüber hinaus kommen auch Verwaltungen von Industrieunternehmen (fast 8 %), Handelsunternehmen (7 %) und das Gesundheitswesen (etwa 6 %) auf nennenswerte Anteile. 

Leerstand sinkt weiter  

Der Leerstandsabbau setzte sich auch im vergangenen Jahr fort. Aktuell stehen rund 1,02 Mio. m² und damit noch einmal rund 4 % weniger als zum Jahresende 2012 zur Verfügung. Bei den modernen, besonders nachgefragten Leerstandsflächen konnte im Schlussquartal hingegen ein Anstieg auf 300.000 m² verzeichnet werden. Dies entspricht einem Anteil von gut 29 %, was jedoch nach wie vor ein äußerst geringer Wert ist. Über das Berliner Marktgebiet vollzog sich der Rückgang primär in den bevorzugten zentralen Teilmärkten der City (-18 % auf insgesamt 254.500 m²) und der Topcity (-2 % auf 214.000 m²), während im Cityrand und den Nebenlagen die Verfügbarkeit zum Teil leicht gestiegen ist (+4 % auf 176.000 m² bzw. +2 % auf 379.500 m²). Mit dem Leerstandsabbau ist auch die Leerstandsquote weiter gesunken und liegt Ende 2013 bei 5,4 %. 

Flächen im Bau bleiben auf niedrigem Niveau – Höchstmiete bei 22 €/m² 

Auch wenn im Laufe des Jahres vermehrt neue Projekte, darunter auch spekulative Entwicklungen, begonnen wurden, bleibt das Volumen der Flächen im Bau mit 270.000 m² auf, im Vergleich mit anderen Büromärkten dieser Größenordnung, geringem Niveau. Die hiervon noch verfügbaren Flächen erreichen mittlerweile jedoch ein Volumen von rund 89.000 m² (Anteil 33 %). Sie verteilen sich primär auf die Topcity West (21.000 m²) und das Areal um den Hauptbahnhof (28.500 m²), das mit 123.500 m² auch insgesamt die höchste Bautätigkeit aufweist. Da sich der Anstieg der verfügbaren Flächen im Bau und der Leerstandsrückgang in etwa die Waage halten, stagniert das insgesamt verfügbare Flächenangebot mit 1,11 Mio. m² auf dem Vorjahresniveau. 

Die Spitzenmiete im Berliner Büromarkt hält seit mittlerweile rund drei Jahren ihr Niveau von 22 €/m² und wird am Potsdamer/Leipziger Platz erzielt. Insgesamt haben sich die Höchstmieten über nahezu alle Teilmärkte recht positiv entwickelt und weisen in der Mehrzahl Zuwächse im einstelligen Prozentbereich auf. Dabei nähert sich die Höchstmiete der Topcity Ost mit 21 €/m² immer mehr an die des Potsdamer/Leipziger Platzes an. Auch der Hauptbahnhof vollzieht eine sehr positive Entwicklung und erreicht in der Spitze inzwischen bis zu 20 €/m². Mit Blick auf die Durchschnittsmieten zeigt sich demgegenüber ein ungleich differenzierteres Bild: Neben zum Teil deutlichen Anstiegen wie am Checkpoint Charlie um 23 % auf 12,90 €/m² oder in Charlottenburg um 16 % auf 11,10 €/m² mussten einige Zonen wie die Mediaspree (um rund ein Viertel auf 10,80 €/m²) oder der Tiergarten (um 17 % auf 10,90 €/m²) auch Rückgänge hinnehmen.

 Gute Perspektiven auch für 2014 

„Wie erwartet konnte der Berliner Büromarkt im Jahr 2013 nicht an das sehr gute Ergebnis aus dem Vorjahr, welches von einer Vielzahl von Abschlüssen im großvolumigen Segment geprägt war, anschließen. Dennoch ist die rege Aktivität gerade in den übrigen Größenklassen äußerst positiv zu werten. Da darüber hinaus mehrere größere Gesuche existieren, die aufgrund des begrenzten Flächenangebots in zentralen Lagen insbesondere zu moderaten Mietpreisen noch nicht bedient werden konnten, bestehen gute Chancen, dass 2014 ein mehr als zufriedenstellendes Jahr für den Berliner Büromarkt werden könnte. Durch die anhaltend geringe Bautätigkeit dürfte sich auch der Leerstandsabbau im kommenden Jahr fortsetzen. Mit der zunehmend geringeren Verfügbarkeit von Leerstandsflächen sowie verfügbaren Flächen im Bau ist auch ein Anstieg der Höchstmiete nicht mehr ausgeschlossen“, sagt Jan Dohrwardt.

PDF herunterladen

Ihr Ansprechpartner

Schaum Chantal

Chantal Schaum
Head of Public Relations
Press
+49 (0)69-298 99-948

Kontakt

Internationale Präsenz

Wir kennen Ihren Markt,
verstehen Ihren Bedarf
und bieten Ihnen in jeder
Phase des Immobilien-
Zyklus maßgeschneiderte
Lösungen. Der Erfolg
Ihrer Immobilienprojekte
ist unser Ziel.

Standorte auf der Karte

 

Gewerbeimmobilien finden

Gewerbeimmobilien von BNP PARIBAS Real Estate jetzt auf bnppre.de

Suche
X