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Warum sich eine Investition in Stuttgart immer lohnen wird

Stuttgart ist bekannt als die Automobilstadt schlechthin, schließlich wurde das Auto hier 1886 erfunden. Doch seit einiger Zeit befindet sich die Automobilbranche in der Krise. Wird das auch Auswirkungen auf die baden-württembergische Landeshauptstadt und die dortigen Immobilien-Investments haben? Wir haben mit Bettina Fuchs, Geschäftsführerin der IWS Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V., über die Zukunft Stuttgarts gesprochen.

Bettina Fuchs
Bettina Fuchs
Geschäftsführerin, IWS Immobilienwirtschaft

Frau Fuchs, wie würden Sie Stuttgart beschreiben?

Als Landeshauptstadt ist sie das Zentrum der Metropolregion Stuttgart, wozu unter anderem noch Ludwigsburg und Heilbronn gehören. Umgeben von fünf wirtschafts- und einwohnerstarken Landkreisen bildet die Stadt ein attraktives Zentrum mit guter Wirtschaftskraft und einer Arbeitslosenquote von 5 Prozent - und das trotz aktuell pandemiebedingtem Anstieg der Arbeitslosigkeit. Ende 2019 lag die Arbeitslosen-Quote sogar bei nur 2,3 Prozent.

Stuttgart gilt als Schwarmstadt und wird durch verschiedene Projekte, wie z.B. dem Rosensteinquartier, das bald entwickelt wird, weiter an Beliebtheit gewinnen.

Was ist das Besondere an der Landeshauptstadt?

Die Lage im Kessel macht Stuttgart einzigartig. Schöne Hänge bieten traumhafte Lagen im Segment Wohnen. Weiterhin hat Stuttgart mit 25 Prozent Ausländeranteil kosmopolitische Züge. Die Stadt bietet neben zahlreichen Museen, Kunst und Kultureinrichtungen auch Mineralbäder und mit 1,2 Kilometern Länge eine der längsten Fußgängerzonen Deutschlands.

RosensteinTrio

RosensteinTrio – moderne Urbanität in Stuttgart erleben

Die Verlegung der Gleisanlagen in die Tiefe im Zuge des Projekts Stuttgart 21 gab den Anlass für eine der größten Neubauflächen Europas: Auf 85 Hektar entsteht das neue Rosensteinviertel. Innerhalb des Quartiers, direkt am Eingang an der neu-entstehenden S-Bahn-Station Mittnachtstraße, befindet sich das Vorhaben RosensteinTrio. Nach der Fertigstellung, die für 2022 geplant ist, wird das Trio mit einer Mischung aus Büro, Einzelhandel, freifinanzierten Wohnungen und Mikro-Apartments aufwarten. 

Was ist der wichtigste Grund, in Stuttgart zu investieren?

Stuttgart wird auch nach der Corona-Krise weiterwachsen. Investitionen – unabhängig von der Assetklasse – werden sich lohnen, da in Stuttgart die Flächen aufgrund der Topografie begrenzt sind. Wer die Möglichkeit hat, ein Grundstück oder ein Bestandsobjekt zu erwerben, sollte zuschlagen. Mit dem Rosensteinquartier wird Stuttgart in einigen Jahren die Innenstadt maßgeblich weiterentwickeln und aufleben lassen. Office-Standorte sind schon heute knapp in der City und werden zunehmend in die Außenbezirke verdrängt.

Was zeichnet die Neckarmetropole für Sie persönlich aus?

Trotz zahlreicher Unternehmen, dicht besiedelten Räumen und viel Durchgangsverkehr, hat sich Stuttgart allerhand verschiedene grüne Oasen bewahrt. Malerische Stäffele, prominente und herrschaftliche Plätze und Parks und nicht zuletzt die Stuttgarter Innenstadt verleihen Stuttgart mediterranes Flair. Weiterhin steckt noch immer der Geist der Tüftler, Erfinder und Pioniere in Stuttgart.

In und um Stuttgart wird fleißig getüftelt. Bundesweit gibt es nirgends mehr Patentanmeldungen als in Baden-Württemberg. Vor allem aus dem Bereich Verkehr und Transport. Dies resultiert aus der Nähe zur Automobilbranche. Rund ein Drittel aller überhaupt in der Bundesrepublik angemeldeten Patente stammen aus Baden-Württemberg. Stuttgart nimmt dabei eine herausragende Stellung ein. Alleine die Firma Bosch trägt allein nahezu zehn Prozent dazu bei.

Wie sehen Sie die Zukunft dieser „Smart City“?

Stuttgart und seine produzierenden Unternehmen sind im Umbruch und werden sich neu erfinden. Mit Ausbau des Glasfasernetzes und zunehmender Digitalisierung in zahlreichen Produktionsstätten, wird die Transformation gelingen. Die Automobilindustrie nebst ihren vielfältigen Zulieferbetrieben werden sicherlich am stärksten von der Transformation betroffen sein, dennoch glauben wir als Verband fest daran, dass sich gerade die „erzwungenen“ Veränderungen mittelfristig positiv auf den Standort Stuttgart auswirken werden und somit eine hohe Beschäftigungsquote und eine starke Wirtschaft garantieren.

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