BISLANG NOCH KEINE NACHHALTIGE VOLUMENBELEBUNG
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Der deutsche Wohn‑Investmentmarkt ist solide in das Jahr 2026 gestartet. In den ersten drei Monaten wurden insgesamt knapp 2,0 Mrd. € in größere Wohnungsportfolios ab 30 Wohneinheiten investiert. Die bereits seit mehreren Quartalen beobachtbare Aufhellung der Investorenstimmung hat sich bislang jedoch noch nicht in einer spürbaren Volumenbelebung niedergeschlagen. Gegenüber dem starken Vorjahresquartal ergibt sich ein Rückgang des Residential-Investmentvolumens um 22 %. Das Vorjahresergebnis war allerdings von einigen großvolumigen Portfoliotransaktionen geprägt, während im aktuellen Quartal eine spürbar höhere Transaktionsanzahl zu verzeichnen ist. Insbesondere fehlte es bislang an großvolumigen, bundesweiten Portfolioabschlüssen.
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Aufgrund der insgesamt eher kleinteiligen Struktur der verzeichneten Abschlüsse spiegelt sich die gestiegene Transaktionsfrequenz bislang nicht unmittelbar im Ergebnis wider. So wurden mit insgesamt rund 70 registrierten Transaktionen so viele Deals für das erste Quartal wie seit 2022 nicht mehr gezählt, was als positiver Indikator für die aktuelle Marktentwicklung zu werten ist. Ungeachtet konjunktureller Schwäche und geopolitischer Risiken profitiert der deutsche Wohn‑Investmentmarkt weiterhin von starken Nutzermarktperspektiven und einer hohen Nachfrage auf Investorenseite.
MITTELGROSSE DEALS AKTUELL MARKTBESTIMMEND
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Mittelgroße Deals bestimmen derzeit das Marktgeschehen. So kommen Transaktionen in der Größenordnung zwischen 10 und 50 Mio. € zusammen auf einem Marktanteil von 48 % (Ø 10 Jahre: 28 %). Dagegen präsentiert sich das Segment großer Deals über 100 Mio. € mit knapp 590 Mio. € bzw. einem Marktanteil von 30 % weniger lebhaft als im Vorjahr
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Das Residential-Investitionsvolumen verteilt sich relativ gleichmäßig auf die Teilsegmente. Bestandsportfolios zeichnen mit 30 % zwar für den höchsten Umsatzanteil verantwortlich, sind jedoch aktuell deutlich weniger marktdominierend als im langjährigen Durchschnitt (Ø 10 Jahre: 44 %). Die insgesamt gute Kapitalverfügbarkeit sowie die anhaltend hohe Nachfrage nach Neubauobjekten spiegeln sich in einem überdurchschnittlichen Marktanteil moderner Bestandsobjekte von 22 % wider (10‑Jahres‑Durchschnitt: 4 %). Mit einem Transaktionsvolumen von rund 430 Mio. € wurde in dieser Sub-Assetklasse zudem absolut betrachtet das höchste jemals in einem ersten Quartal registrierte Volumen erzielt.
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In den ersten drei Monaten verteilte sich das Investmentvolumen noch nicht so breit auf die verschiedenen Käufergruppen wie im letzten Jahr. Für den höchsten Marktanteil von 35 % (Ø 10 Jahre: 10 %) zeichneten Investment‑/Assetmanager verantwortlich. Mit einem Transaktionsvolumen von 680 Mio. € war diese Käufergruppe so aktiv auf der Käuferseite wie zuletzt auf dem Höhepunkt des vorherigen Marktzyklus in den Jahren 2021/2022.