SOLIDER JAHRESSTART
-
Der Stuttgarter Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein Transaktionsvolumen von 177 Mio. €. Damit besteht weiterhin ein deutlicher Rückstand gegenüber dem langjährigen Durchschnitt (-50 % vs. Ø 10 Jahre: 351 Mio. €); das Volumen fällt jedoch höher aus als in den sehr schwachen ersten Quartalen der beiden Vorjahre. Insgesamt ist eine gestiegene Abschlussaktivität zu verzeichnen: Mit rund einem Dutzend Deals wurde die höchste Transaktionsfrequenz seit Q1 2022 registriert. Dabei bleibt die Investmentstruktur jedoch weiterhin kleinteilig geprägt. So entfallen im Schnitt nur rund 15 Mio. € auf einen Deal.
-
Einen wesentlichen Beitrag zum Transaktionsvolumen leistete die Assetklasse Büro mit 110 Mio. €. Darunter der im Januar 2026 öffentlich gemachte Ankauf des KarlsOffice durch das Stuttgarter Family Office THI Investments. Dies unterstreicht die allmählich wieder anziehende Nachfrage nach hochwertigen Office-Objekten, insbesondere im Core- Segment.
-
Im Zwölfmonatsvergleich ist bei den Netto‑Spitzenrenditen eine unterschiedlich starke Renditedekompression in den Assetklassen zu verzeichnen. Büroobjekte vollziehen einen Anstieg um 10 Basispunkte auf 4,50 %, während Geschäftshäuser in besten Lagen auf einen Zuwachs von 15 Basispunkten auf nun 4,0 % kommen. Am deutlichsten fiel der Renditeanstieg mit 25 Basispunkten bei Logistikimmobilien aus, die aktuell zu 4,50 % rentieren.
ASSETKLASSE BÜRO ÜBERDURCHSCHNITTLICH BETEILIGT
-
Mit 62 % bzw. 110 Mio. € entfiel der Großteil des Investmentumsatzes auf die Assetklasse Büro (Ø 10 Jahre: 52 %). Die Sammelkategorie Sonstige erreichte mit 16 % den zweithöchsten Marktanteil, worunter aktuell insbesondere Mixed‑use‑Objekte zu finden sind. Mit 12 % tragen Retail-Investments in etwa so viel wie im langjährigen Durchschnitt bei. Wie zu Jahresbeginn üblich stellt diese Verteilung nach den ersten drei Monaten jedoch eher eine Momentaufnahme dar und ist nur eingeschränkt repräsentativ für den Gesamtjahresverlauf.
-
Getrieben insbesondere durch die beiden größten Büroabschlüsse zeigte sich der Cityrand mit einem Marktanteil von gut 57 % deutlich überdurchschnittlich (Ø 10 Jahre: 23 %). Neben- und periphere Lagen, die im langjährigen Mittel den überwiegenden Anteil stellen (zusammen 61 %), konnten bislang zusammen hingegen lediglich 35 % des registrierten Transaktionsvolumens auf sich vereinen. Zentrale Lagen in der City waren mit einem Anteil von 8 % vergleichsweise schwach vertreten, was vor allem auf die begrenzte Verfügbarkeit von Investmentprodukten zurückzuführen ist.
-
Die Verteilung des Transaktionsvolumens nach Größenklassen verdeutlicht die eher kleinteilige Marktstruktur. Das Größensegment zwischen 10 und 25 Mio. € dominiert mit einem Marktanteil von 39 % klar das Marktgeschehen (Ø 10 Jahre: 21 %). Abschlüsse im dreistelligen Millionenbereich konnten derweil noch nicht verzeichnet werden.