INVESTMENTUMSATZ 14 % ÜBER DEM VORJAHRESWERT
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Der Stuttgarter Investmentmarkt (inkl. Umland) schließt das Jahr 2025 mit einem gewerblichen Investitionsvolumen von rund 630 Mio. € ab, womit die Schwabenmetropole in einem geopolitisch und wirtschaftlich herausfordernden Umfeld ein Plus von 14 % gegenüber dem Vorjahr vermelden kann. Im Gegensatz zum Vorjahr war im Schlussquartal eine leichte Marktbelebung zu verzeichnen, sodass dieses mit rund 39 % des Ergebnisses das umsatzstärkste darstellt. Da die Anzahl der registrierten Verkäufe gegenüber dem Jahr 2024 nahezu stabil geblieben ist, ist das durchschnittliche Volumen pro Deal leicht auf 23 Mio. € gestiegen. Dennoch ist das Marktgeschehen nach wie vor eher kleinteilig. Dies bestätigt der Blick auf den 5- bzw. 10-Jahresschnitt, welcher jeweils bei 29 Mio. € liegt.
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Rund 22 % des Ergebnisses entfallen auf Immobilien, die innerhalb größerer Portfolios den Eigentümer gewechselt haben, womit dieses Marktsegment gegenüber den beiden Vorjahren klar an Bedeutung gewonnen hat.
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Die Renditen haben sich im Stuttgarter Markt nicht einheitlich entwickelt. Während Büros bereits seit Ende 2023 in der Spitze konstant bei 4,40 % rentieren, ist im Logistiksegment ein Anstieg um 25 Basispunkte gegenüber Ende 2024 auf 4,50 % zu verzeichnen gewesen. Auch die Netto-Spitzenrendite für erstklassige Geschäftshäuser in den besten Highstreet-Lagen ist um 10 Basispunkte auf 3,95 % gestiegen.
GUT DIE HÄLFTE DES VOLUMENS ENTFÄLLT AUF LOGISTIK-ASSETS
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Etwas mehr als die Hälfte des Volumens (knapp 51 %) wurde mit Logistikinvestments generiert, was nicht nur relativ ein außerordentlich hoher Wert ist, sondern auch absolut. Mit ca. 320 Mio. € wurde hier das höchste je registrierte Ergebnis verbucht. Von den fünf größten Deals entfallen allein vier auf dieses Marktsegment. Büroobjekte landen mit knapp 38 % auf dem zweiten Platz und büßen anteilig etwas ein, absolut betrachtet erreicht das Volumen jedoch in etwa den Vorjahreswert. Weniger als im Jahr 2024 wurde mit Hotelimmobilien umgesetzt (Anteil: knapp 8 %), während der Beitrag von Einzelhandelsimmobilien und aller übrigen Nutzungsarten mit jeweils knapp 2 % von untergeordneter Bedeutung für das Ergebnis war.
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Getrieben von den umfangreichen Logistikinvestments sind die peripheren Lagen außerhalb des Stadtgebiets bei der Verteilung des Volumens nach Lagen mit einem Anteil von über 61 % besonders stark. Mit einem Anteil von 17 % bzw. knapp 15 % tragen Verkäufe im Cityrand und in der City deutlich weniger als im Vorjahr zum Gesamtergebnis bei. Auf die Nebenlagen entfallen weitere 7 %.
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Wie eingangs erwähnt, ist das Marktgeschehen im langjährigen Vergleich kleinteilig. So konnte weder 2024 noch 2025 eine Transaktion über 100 Mio. € verzeichnet werden.