VORJAHRESLEVEL NAHEZU BESTÄTIGT, 44 % DES VOLUMENS IN Q4
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Der Investmentmarkt München konnte zum Jahresende 2025 von einem starken Schlussquartal profitieren, das durch Sondereffekte entscheidend in die Höhe getrieben wurde: So entfallen alleine fast 44 % bzw. 1,1 Mrd. € der insgesamt 2,56 Mrd. € Transaktionsvolumen auf die Zeitspanne zwischen Oktober und Ende Dezember. Zurückzuführen ist der hohe Umsatz im vierten Quartal insbesondere auf die beiden dreistelligen Millionendeals der ehemaligen Signa-Objekte Oberpollinger und Corbinian in der Münchener Innenstadt. Vor diesem Hintergrund fehlten in der Gesamtbilanz lediglich knapp 5 % zum Vorjahresresultat, während noch im dritten Quartal ein Rückgang von rund 30 % vermeldet werden musste.
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Aber auch abseits der Großtransaktionen ist eine lebhafte Marktdynamik festzustellen: Mit über 1,4 Mrd. € konnten die Investments im kleinen und mittleren Segment (<100 Mio. €) gegenüber 2024 um gut 15 % zulegen und für eine breit gefächerte Deal-Basis sorgen.
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Nichtsdestotrotz ist die Preissensibilität bei den Investoren im weiterhin herausfordernden Finanzmarktumfeld nach wie vor spürbar, was sich auch in den Spitzenrenditen widerspiegelt. Somit haben Logistik-Assets im Jahresverlauf um 25 Basispunkte auf aktuell 4,50 % an-gezogen. Keine Veränderung verzeichnet dagegen das Premiumsegment im Retail Highstreet- und im Bürosektor, die wie bereits vor 12 Monaten bei 3,45 % bzw. 4,20 % notieren.
INVESTMENTS IM ZENTRUM: CITY MIT KNAPP 60 % DES UMSATZES
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Bei der Verteilung des Investmentvolumens über das Münchener Marktgebiet sticht die City klar heraus: Mit fast 60 % des Gesamtumsatzes wurde das Gros des Resultats in den Innenstadtlagen der bayerischen Landeshauptstadt generiert. Erfreulich ist hierbei, dass neben den Signa-Kaufhaustransaktionen auch der bundesweit großvolumigste Hotel-Deal des Jahres (Mandarin Oriental) und gleich mehrere mittelgroße Büro-Assets zu einem diversifizierten Investmentgeschehen im Zentrum beigetragen haben.
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Im Gesamtranking der umsatzstärksten Objektarten sind Einzelhandels- (35,0 %) und Büro-Investments (33,1 %) marktdominierend: Über 68 % gehen zusammengenommen auf das Konto dieser beiden Top-Sektoren. Während die Retail-Sparte durch die Großdeals das deutlich höhere durchschnittliche Volumen pro Verkauf aufweist (130 Mio. € ggü. 45 Mio. €), liegen Büros bei der Anzahl der Transaktionen klar an der Spitze (ein Drittel aller Investments). Einen gestiegenen Umsatz verbuchen allerdings nur die Büroimmobilien, die das schwache Vorjahresergebnis um 71 % übertreffen konnten. Im Einzelhandelssegment waren dagegen bereits 2024 mehrere sehr große Ausnahmetransaktionen zu beobachten.
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Gute Nachfrageimpulse gehen aber auch immer wieder von Hotel-Assets aus (anteilig knapp 12 %), und Logistikverkäufe sind mit rund 9 % im Ranking vertreten.