STÄRKSTER JAHRESAUFTAKT SEIT 2022
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Der Frankfurter Investmentmarkt ist mit einem soliden Resultat in das Jahr 2026 gestartet. Bis zum Ende des ersten Quartals summiert sich das Transaktionsvolumen der Bankenmetropole auf 354 Mio. €. Zwar liegt die Marktaktivität immer noch weit unterhalb der Jahre vor der Zinswende (Volumen Q1 2026: -61 % unter 10-Jahres-Schnitt), jedoch stellt das aktuelle Ergebnis das mit Abstand höchste Q1-Volumen seit 2022 dar. Entsprechend konnte das Vorjahresquartal um fast 120 % übertroffen werden. Im bundesweiten Vergleich platziert sich Frankfurt damit auf Rang 3 hinter München und Berlin.
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Zu diesem Anstieg haben insbesondere die Veräußerungen der beiden Objekte Fifty Avon und Overture beigetragen, da damit anders als im Vorjahr auch wieder größere Büroobjekte zum Umsatz beigesteuert haben. Darüber hinaus lag die Zahl der registrierten Transaktionen mit 15 Abschlüssen ebenfalls über dem Niveau der drei Vorjahre, in denen jeweils nur eine einstellige Anzahl an Veräußerungen verzeichnet wurde.
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Bei den Nettospitzenrenditen ist zum Jahresbeginn eine Seitwärtsbewegung zu verzeichnen. Für Top-Büroobjekte in Bestlage sowie das Logistik-Segment sind jeweils unverändert 4,50 % anzusetzen. Innerstädtische Geschäftshäuser notieren im Premiumsegment unverändert bei 3,75 %.
BÜROOBJEKTE MACHEN GROS DES VOLUMENS AUS
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Ein Blick auf die Verteilung des Transaktionsvolumens nach Größenklassen verdeutlicht, warum der Frankfurter Investmentmarkt trotz einer steigenden Anzahl an Abschlüssen im ersten Quartal 2026 nicht noch spürbarer an Dynamik gewonnen hat. Seit 2022 wurde in keinem Auftaktquartal eine Transaktion im dreistelligen Millionenbereich registriert. Entsprechend fehlen bislang jene großvolumigen Abschlüsse, die in der Vergangenheit maßgeblich den Umsatz bewegt haben. Am stärksten beteiligt waren derweil Deals im mittelgroßen Segment zwischen 50 und 100 Mio. €, die rund 56 % beitragen.
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Büroinvestments liegen zum Ende des ersten Quartals an der Spitze des Assetklassen-Rankings. Auf sie entfallen fast zwei Drittel des Volumens, womit sie sich wieder in etwas auf dem für Frankfurt gewohnt hohen langjährigen Durchschnittswert bewegen. Darüber hinaus kommen mit knapp 17 % auch Einzelhandelsobjekte auf nennenswerte Umsatzanteile, wohinter sich vor allem lebensmittelgeankerte Nahversorgungszentren verbergen.
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Erstmals seit mehreren Jahren entfällt zu Jahresbeginn der größte Teil des Transaktionsvolumens wieder auf die Citylagen (gut 47 %), was mit dem hohen Büroanteil am Ergebnis korreliert. Unter anderem durch die Veräußerung von Entwicklungsgrundstücken sowie von Büroobjekten mit größerem Investitionsbedarf tragen jedoch auch die Nebenlagen mit 36 % nennenswert zum Ergebnis bei.