NIEDRIGERES VOLUMEN, ABER STABILE DEALANZAHL
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Der Düsseldorfer Investmentmarkt ist mit einem verhaltenen Resultat in das Jahr gestartet. Bis zum Ende des ersten Quartals stehen lediglich 167 Mio. € und damit rund ein Drittel weniger als im Vorjahr zu Buche. Das Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2026 markiert den schwächsten Jahresauftakt der vergangenen 10 Jahre.
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Gleichwohl sollte das Ergebnis nicht überinterpretiert werden. Zum einen handelt es sich um eine reine Momentaufnahme zu einem frühen Zeitpunkt des Jahres, zum anderen waren seit 2022 bereits mehrfach schwächere Einzelquartale zu beobachten. Die Dealanzahl bewegt sich darüber hinaus genau im Q1 Durchschnitt seit 2023. Entsprechend ist auch die niedrige durchschnittliche Dealgröße von nur 17 Mio. € derzeit ein entscheidender Faktor. Investoreninteresse ist weiterhin vorhanden, was durch mehrere laufende Prozesse, zum Teil auch im großvolumigen Segment unterstrichen wird.
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Zwar hat die Volatilität durch die geopolitischen Entwicklungen an den Kapitalmärkten im ersten Quartal spürbar zugenommen, jedoch hat sich dies bis zum Ende des ersten Quartals nicht in der Entwicklung der Nettospitzenrenditen materialisiert. So sind im Büro- und Logistiksegment wie zum Jahresanfang weiter jeweils 4,50 % anzusetzen. Innerstädtische Geschäftshäuser in Bestlage notieren unverändert bei 3,95 %.
EINZELHANDEL ÜBERDURCHSCHNITTLICH BETEILIGT
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Das Investmentvolumen verteilt sich bislang relativ gleichmäßig auf die Größenklassen. Großvolumige Deals waren jedoch unterrepräsentiert. Zwar erreichte das Segment zwischen 50 und 100 Mio. € mit rund 30 % einen überdurchschnittlichen Marktanteil (Ø 10 Jahre: 23 %), ein Abschluss über 100 Mio. € wurde bislang jedoch nicht registriert.
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Nach Objektarten entfiel mit gut 50 % der größte Anteil des Volumens auf Retail Investments (Ø 10 Jahre: 17 %). Neben dem Volumen (85 Mio. €) ist auch die überwiegende Anzahl der registrierten Deals auf diese Assetklasse zurückzuführen. Ein wesentlicher Teil dieser Abschlüsse steht im Zusammenhang mit der CENTRUM‑Insolvenz (vier Transaktionen). Unterdurchschnittlich beteiligt präsentierte sich demgegenüber bislang die Assetklasse Büro mit rund 30 %. Im Logistiksegment wurden noch keine Transaktionen verzeichnet.
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Das in den ersten drei Monaten in den zentralen Cityagen registrierte Volumen geht vollständig auf das Konto von Retail zurück. Der Cityrand stellt im langjährigen Vergleich zwar üblicherweise den bedeutendsten Teilmarkt dar und vereint durchschnittlich rund 39 % des Transaktionsvolumens auf sich, bislang wurden in dieser Lage jedoch noch keine Abschlüsse registriert.