STABILER INVESTMENTMARKT IN HERAUSFORDERNDEM UMFELD
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Der gewerbliche Investmentmarkt hat mit einem Investmentvolumen von 25,1 Mrd. € das Vorjahresergebnis bestätigt. In einem herausfordernden Marktumfeld, in dem vor allem geopolitische Unsicherheiten und tiefgreifende handelspolitische Konflikte zusätzlich belastend auf die aktuell strukturell schwach aufgestellte deutsche Wirtschaft wirkten, fällt der Abstand zum Vorjahr mit minus 3 % gering aus. Nach einem starken Jahresauftakt, mit dem Berliner Upper West als größte Einzeltransaktion des Jahres und mit einer hohen Investorenaktivität bei der Anbahnung von Deals, hat die Marktdynamik in den Sommermonaten etwas an Tempo verloren, um sich zum Jahresende hin wieder moderat zu beschleunigen.
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Die Spitzenrenditen bleiben größtenteils stabil bzw. vollziehen einen leichten Anstieg im Logistik- und Einzelhandelsbereich. Die Spitzenrenditen im Logistiksegment haben im Schlussquartal um weitere 10 Basispunkte auf nun 4,50 % zugelegt. Für Highstreet-Immobilien steht im Schnitt der A-Städte ein Plus von 5 Basispunkten auf nun 3,81 % zu Buche. Darüber hinaus kann auch für Shoppingcenter (+20 Basispunkte) ein leichter Anstieg vermeldet werden, die nun in der Spitze zu 5,80 % rentieren. Für Fachmarktzentren und Supermärkte/Discounter können dagegen unverändert 4,65 % bzw. 4,90 % angesetzt werden. Alle anderen Assetklassen zeigen sich stabil. Demzufolge liegen die Netto-Spitzenrenditen für Büros im Schnitt der A-Standorte weiter bei 4,36 %.
EINZELTRANSAKTIONEN MIT RUND 80 % MARKTANTEIL
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Einzelhandelsimmobilien stehen zum ersten Mal seit 2011 wieder an der Spitze der Assetklassenverteilung mit einem Transaktionsvolumen von gut 6,5 Mrd. €. Büroobjekte liegen mit einem Investitionsvolumen von rund 6,2 Mrd. € (anteilig 25 %) an zweiter Stelle. Nichtsdestotrotz kommen sie im Vorjahresvergleich auf einen bemerkenswerten Zuwachs von 20 %. Nur knapp dahinter folgt auf dem dritten Rang mit knapp 6,2 Mrd. € die Assetklasse Logistik, in der mehr als 4,1 Mrd. € des Resultats allein auf Einzeltransaktionen entfallen. Auf dem vierten Rang liegen Hoteltransaktionen. Mit einem registrierten Volumen von gut 1,8 Mrd. € (anteilig 7 %) können sie ihr Vorjahresergebnis um rund 29 % übertreffen.
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Klar an der Spitze der A-Standorte steht erneut Berlin, mit gut 3,2 Mrd. € über alle Assetklassen (-8,5 %). Die größte Transaktion des Jahres in der Hauptstadt war dabei der Verkauf des Upper West. Auf Platz 2 liegt München mit 2,6 Mrd. € (-5 %). Zu den größten Transaktionen zählen hier die Veräußerungen des Oberpollinger sowie des Corbinian jeweils im vierten Quartal. Rang 3 belegt Hamburg mit fast 1,9 Mrd. € (-17 %).
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Der gewerbliche Investmentmarkt wurde 2025 klar von Einzeltransaktionen getragen, auf die rund 80 % des Volumens entfallen. Mit knapp 20,1 Mrd. € wurde dabei das Vorjahresresultat leicht übertroffen (+1,5 %). Hierzu beigetragen hat vor allem ein lebhaftes Marktgeschehen im mittleren Größensegment zwischen 25 und 100 Mio. €. Dies ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die Marktaktivität insgesamt in der Breite wieder wächst, sich dies aber nicht unbedingt im Volumen widerspiegelt, da die Frequenz an Großtransaktionen aktuell noch moderat ist.