GROSSE DEALS MANGELWARE, ABER VIELE KLEINERE INVESTMENTS
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Ende September 2026 verbucht der Investmentmarkt Berlin ein für seine Verhältnisse ungewöhnliches Resultat: So findet er sich mit einem Transaktionsvolumen von rund einer Milliarde Euro nach den ersten drei Quartalen nicht an der Spitze, sondern hinter München (rund 1,7 Mrd. €) und Hamburg (rund 1,2 Mrd. €) nur auf Rang drei der wichtigsten Investmentstandorte wieder. Während die Hauptstadt die eine Milliarden-Euro-Marke in den letzten fünf Jahren bereits zur Jahresmitte mit weitem Abstand übertroffen hat (ø 5 Jahre: Fast 2 Mrd. €), fehlten im Jahresverlauf hierfür die größeren Umsatztreiber nahezu vollständig. Der anteilige Verkauf der Top-Büroobjekte LindenCorso und Atrium im Rahmen eines Joint-Ventures ist somit als einziges Investment im dreistelligen Millionenbereich zu nennen.
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Als Sinnbild für die momentan sehr kleinteilig strukturierten Investmentaktivitäten ist das äußerst niedrige Durchschnittsvolumen pro Transaktion anzuführen, das sich auf niedrige 18 Mio. € beläuft. Dahinter verbirgt sich eine historisch niedrige Zahl an Großtransaktionen. Nur ein Deal über 100 Mio. € und ein weiterer jenseits der 50 Mio. € wurden im laufenden Jahr bisher erfolgreich über die Ziellinie gebracht. Stabil präsentiert sich hingegen die Anzahl der Verkäufe im Größensegment bis 50 Mio. €.
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Die wieder beschleunigten finanzmarktgetriebenen Unsicherheiten zeichnen sich in der Breite in steigenden Spitzenrenditen ab (+10 Basispunkte in Q3 über alle Objektarten): Retail-Assets liegen aktuell bei 4,05 %, Büros erreichen bis zu 4,60 % und Logistikobjekte stehen bei 4,70 %.
DURCH KLEINTEILIGE STRUKTUR: KEINE ASSETKLASSE STICHT HERAUS
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Vor dem Hintergrund des geringen Gesamtresultats ist es wenig überraschend, dass alle Objektarten und Teillagen des Berliner Marktgebiets Umsatzrückgänge hinnehmen mussten. Während die Cityrandzonen mit gut 41 % den höchsten Ergebnisbeitrag liefern, kommt im Volumen der Topcity (gut 20 %) und der City (etwa 29 %) das Fehlen der Großtransaktionen zum Ausdruck. Dennoch sind mehr als 20 Verkäufe, die sich innerhalb des S-Bahn-Rings über ganz verschiedene Assetklassen verteilen, ein klares Zeichen für die Marktdynamik in den nachgefragtesten Berliner Teilmärkten.
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Ein positives Signal für den Berliner Markt sendet zudem die Spitzenplatzierung der traditionell umsatzstarken Büroimmobilien – auch wenn sie hierbei nur ein moderates Volumen generieren konnten: Durch den Anteilsverkauf der Objekte Linden-Corso und Atrium sowie eine Vielzahl kleinerer Deals bis 25 Mio. € gehen anteilig knapp 28 % auf das Konto der Top-Assetklasse. Darüber hinaus zeigt sich die kleinteilige Marktstrukturierung und das Fehlen der Großdeals in den etablierten Objektarten durch den hohen Anteil der sonstigen Investments (fast 25 %). Dazu zählen u. a. die Transaktionen von Mixed-Use-Objekten und Grundstücken.
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Mit weiteren gut 20 % und knapp 19 % sind zudem die Einzelhandels- und die Hotelsparte repräsentiert. Gerade im Hotelsektor unterstreichen rund 10 Deals die ungebrochen hohe Bedeutung Berlins als internationale Tourismusmetropole.