SCHWACHE GESAMTJAHRESBILANZ 2025

  • Die weiterhin herausfordernde wirtschaftliche und geopolitische Lage wirkt sich dämpfend auf das Vermietungsgeschehen in der Landeshauptstadt Dresden aus. Bis Ende 2025 wurde ein Flächenumsatz von insgesamt nur 52.000 m² erzielt. Mit diesem schwachen Ergebnis verfehlt der Dresdner Büromarkt den 10-jährigen Durchschnitt deutlich (-44 %). Auch das gute Resultat aus dem Vorjahr konnte – unter anderem wegen fehlender Großabschlüsse, insbesondere seitens der öffentlichen Hand, die im Zuge des 2023 begonnenen Eigennutzerbaus des Stadtforums am Ferdinandplatz derzeit keinen zusätzlichen Bedarf an größeren Flächen hat – nicht erreicht werden. Abschlüsse über 5.000 m² wurden im Gesamtjahr nicht registriert. Der größte erfasste Vertrag stellt die Anmietung eines Sozialversicherungsträgers in der City mit knapp 2.500 m² dar.

  • Positiv hervorzuheben ist die rege Nachfrage im kleinen Flächensegment bis 500 m², das mit rund 58 % den Großteil zum Gesamtvolumen beigetragen hat. Auch die konstant hohe Zahl abgeschlossener Verträge ist erfreulich. Insgesamt wurden rund 150 Abschlüsse bis Jahresende registriert.

  • Die anhaltend hohe Nachfrage nach Premiumbüroflächen führt zu weiter leicht steigenden Mietpreisen. So lag die Spitzenmiete Ende 2025 bei 23,00 €/m² (+1,3 % ggü. Vorjahr). Die Durchschnittsmiete notierte bei 13,40 €/m².

DIVERSIFIZIERTE BRANCHENVERTEILUNG

  • Auch 2025 profitierte der Dresdner Büromarkt von seinen starken Nachfragebranchen. Mit deutlichem Abstand führt die Sammelkategorie sonstige Dienstleistungen das Ranking an und trägt knapp 30 % zum Gesamtumsatz bei. Dies unterstreicht die breit gefächerte Nachfrage verschiedener Nutzergruppen in der sächsischen Hauptstadt. Die öffentliche Verwaltung kommt auf einen Anteil von knapp 15 % und sichert sich so Platz zwei in der Verteilung. Des Weiteren erzielen auch Verwaltungen von Industrieunternehmen (12 %), Coworking-Anbieter (10 %) und Unternehmen aus dem Bereich Gesundheit (10 %) zweistellige Umsatzanteile. Ausschlaggebend für das überdurchschnittlich gute Resultat der Coworking-Anbieter sind einige mittelgroße Abschlüsse zwischen 1.000 und 2.000 m² der IWG Group in verschiedenen Stadtteilen Dresdens, darunter auch im Universitätsviertel.

  • Der Leerstand ist im Jahresverlauf deutlich gestiegen und summiert sich aktuell auf 130.000 m². Dies ist in erster Linie auf einige Fertigstellungen von Neubauprojekten zurückzuführen, die noch nicht vollständig vermietet sind. Trotz dieses Anstiegs liegt die Leerstandsquote mit 4,3 % auch im bundesweiten Vergleich aktuell auf einem niedrigen Niveau.

  • Die Bautätigkeit präsentierte sich hingegen mit etwa 45.000 m² im Bau befindlicher Fläche weiterhin deutlich rückläufig (-56 % ggü. Vorjahr). 

PERSPEKTIVEN

  • Der Dresdner Bürovermietungsmarkt zeigte sich im vergangenen Jahr trotz solider Nachfragebasis insgesamt verhalten. Die anhaltenden wirtschaft-lichen Unsicherheiten waren auch in der sächsi-schen Landeshauptstadt spürbar. Die Vermietungs-dynamik blieb daher deutlich unter dem Niveau des Vorjahres zurück. Während sich das Marktgeschehen im kleinen Flächensegment lebhaft präsentierte, fehlten insbesondere großvolumige Abschlüsse, für ein besseres Jahresergebnis. Vor dem Hintergrund weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen und unter der Annahme einer sich nur langsam erholenden Konjunktur erscheint für 2026 eine stabile bis leicht steigende Vermie-tungsleistung als realistisches Szenario.

  • Auf der Angebotsseite ist im kommenden Jahr mit einem weiteren Anstieg des Leerstands zu rechnen. Besonders in älteren Bestandsobjekten, die den heutigen Anforderungen der Nutzer nicht mehr entsprechen, dürfte der Leerstand steigen. Moderne Neubauflächen hingegen werden voraussichtlich zügig vom Markt absorbiert. Auch ist für 2026 mit einem geringeren Bauvolumen zu rechnen.

  • Trotz der erkennbaren Verschiebung der Nachfrage hin zu modernen Flächen ist angesichts des vergleichsweise hohen Leerstands für 2026 lediglich von einer Seitwärtsbewegung der Mietpreise auszugehen. 

BÜROMARKTLAGEN IN DRESDEN

Bedeutende Verträge

2.500 m²
Öffentliche Verwaltung
Q4 - BMZ 1.1

2.200 m²
Sonstige Dienstleistungen
Q4 - BMZ 2.6

1.600 m²
Öffentliche Verwaltung
Q4 - BMZ 2.2

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Herausgeber und Copyright: BNP Paribas Real Estate GmbH | Bearbeitung: BNP Paribas Real Estate Consult GmbH | Stand: 31.12.2025