LEICHTER AUFWÄRTSTREND BEI BÜRO-INVESTMENTS HÄLT AN
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Im Jahr 2025 wurden bundesweit insgesamt rund 6,23 Mrd. € in Büroimmobilien investiert. Im Vorjahresvergleich entspricht dies einer Zunahme des Transaktionsvolumens um 20 %. Gleichzeitig konnte damit das beste Ergebnis der letzten drei Jahre erzielt werden. Auch wenn das aktuelle Investmentvolumen immer noch deutlich hinter den außergewöhnlichen Resultaten des letzten Marktzyklus zurückbleibt, so zeigt sich doch eine gewisse Stabilisierung der Marktsituation, die mit ersten leichten Aufwärtstendenzen einher geht. Hierfür spricht auch, dass der Umsatz ausschließlich mit Transaktionen von Einzelobjekten erreicht wurde, wohingegen im gesamten Jahr keine Portfolioverkäufe registriert werden konnten – ein Novum in den letzten zwanzig Jahren. Schaut man nur auf die Einzelobjekte, hat sich das Transaktionsvolumen im Jahresverlauf sogar um rund 27 % erhöht.
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Nachdem Büroobjekte 2024 hinter Retail- und Logistikinvestments auf den dritten Platz zurückgefallen waren, reihen sie sich nun mit einem Marktanteil von 25 % am gewerblichen Gesamtumsatz direkt hinter den erstplatzierten Retail-Investments ein.
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Die Spitzenrenditen zeigen sich unverändert und liegen in allen wichtigen Standorten auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Damit notiert die Nettospitzenrendite für Büros in den A-Städten im Schnitt bei 4,36 %. Teuerster Standort bleibt mit 4,20 % weiterhin München, gefolgt von Berlin und Hamburg mit 4,25 %.
AUCH A-STANDORTE PROFITIEREN VON UMSATZPLUS
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Die insgesamt positive Entwicklung der Büro-Investmentmärkte spiegelt sich auch an den A-Standorten wider. Hier ist das Transaktionsvolumen um rund 19 % auf insgesamt 4,7 Mrd. € gestiegen. Dieses Ergebnis stellt den besten Wert der letzten drei Jahre dar. Mit Abstand am meisten investiert wurde in Berlin mit knapp 1,57 Mrd. € (+92 %), wozu der Verkauf des Upper West für mehr als 400 Mio. € einen erheblichen Anteil beigesteuert hat. Auf dem zweiten Platz folgt München mit einem Ergebnis von 846 Mio. € (+71 %). Nur knapp dahinter platzieren sich Köln mit 730 Mio. € und Hamburg mit 717 Mio. € auf den Rängen drei und vier.
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Nachdem in den Vorjahren kaum Großabschlüsse zu beobachten waren, konnte 2025 wieder ein spürbar gestiegenes Interesse der Investoren an großen Objekten registriert werden. So wurde wieder eine ganze Reihe großvolumiger Transaktionen zum Abschluss gebracht, davon sieben im dreistelligen Millionenbereich. Insgesamt stellt sich die Verteilung des Transaktionsvolumens über die einzelnen Größenklassen aber ähnlich ausgewogen dar wie im Vorjahr. Auch dieses Strukturmerkmal spricht für eine Marktbelebung in der Breite, was positiv zu werten ist. Unterstützt wird diese Einschätzung dadurch, dass in mittelgroßen Städten ein deutliches Umsatzplus zu verzeichnen war. Das Interesse an deutschen Büroobjekten steigt demzufolge zwar langsam, aber auf breitem Niveau.