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Retail-Markt mit bislang stärkstem Quartal beim Flächenumsatz in Q3 – Großflächendeals, Center- und Kaufhausumstrukturierungen bleiben Treiber
Die aktuellen Schlagzeilen rund um die stationäre Einzelhandelslandschaft verdeutlichen die komplexe Angebots- und Nachfragesituation auf dem Vermietungsmarkt. So steht der Inditex-Konzern in den Startlöchern, um die Weltstadthäuser von Peek & Cloppenburg neu zu bespielen und den innerstädtischen Flächenumsatz maßgeblich weiter in die Höhe zu treiben. Darüber hinaus sind zusätzliche Angebotsausweitungen durch die erneute Galeria-Insolvenz nicht auszuschließen. Dies stellt Eigentümer, Vermieter und Städte zwar wieder einmal vor große Herausforderungen, bietet aber auch das Potenzial, Raum für neue, nachhaltige Konzepte in Citylagen zu schaffen. Dass ein Mieter nicht zwingend weichen muss, damit ein anderer sich neu positioniert, zeigen die zunehmend zu beobachtenden Kooperationen, die im besten Fall wichtige Synergieeffekte freisetzen. Ein Beispiel hierfür liefert der französische Sportspezialist Decathlon, der inzwischen nicht nur in ehemaligen Galeria-Kaufhäusern, sondern als Teilflächen- beziehungsweise Untermieter in mehreren Mediamarkt-Filialen oder wie demnächst auch bei IKEA in Hamburg-Altona Platz findet. Während der eine Retailer inzwischen deutlich weniger Fläche benötigt als noch vor fünf oder zehn Jahren, ermöglichen es diese Konstellationen dem anderen Retailer ganz neue Lagen für sich zu erschließen. Optimalerweise profitieren beide Akteure sowie die Innenstadt oder das Shoppingcenter von diesem Konstrukt.