Residential Dashboards
Die Key Takeaways
Im ersten Halbjahr 2026 belief sich das Residential-Investitionsvolumen auf rund 4,4 Mrd. €.
- Der deutsche Wohn-Investmentmarkt blickt auf eine insgesamt solide erste Jahreshälfte 2026 zurück. In den ersten sechs Monaten wurden rund 4,4 Mrd. € in Wohnungsportfolios ab 30 Einheiten investiert. Damit liegt das Ergebnis nur leicht unter dem Vorjahresniveau (‑3 %). Gleichzeitig ist die Struktur des Marktes jedoch deutlich breiter geworden: Während das Vorjahr von wenigen großvolumigen Portfoliotransaktionen geprägt war, ist die Zahl der Abschlüsse im laufenden Jahr gestiegen.
- Der Anteil großvolumiger, bundesweiter Portfoliotransaktionen, die für eine deutliche Belebung erforderlich sind, bleibt zwar gering, ist gegenüber dem ersten Quartal jedoch gestiegen. Gleichzeitig zeigt das zweite Quartal, dass auch wieder größere bundesweite Bestandsportfolios zum Abschluss kommen: Nachdem im ersten Quartal mit einem bundesweiten Portfolio, den Deiker Höfen und einem Teil des Holstenareals, ausschließlich Neubau- bzw. Forward-Deals im Größensegment über 100 Mio. € registriert wurden, wurden im zweiten Quartal vier große Bestandsportfolios außerhalb der A‑Städte umgesetzt. Dies unterstreicht die Rückkehr größerer Value-Add-Transaktionen.
- Das Marktumfeld bleibt trotz konjunktureller Schwäche und geopolitischer Unsicherheiten grundsätzlich unterstützend. Auf der Nachfrageseite treffen eine anhaltend hohe Wohnraumnachfrage und ein begrenztes Neubauvolumen aufeinander, wodurch sich die Angebotsengpässe insbesondere in den Top-Standorten weiter verschärfen. Die daraus resultierende Mietpreisdynamik stärkt die Attraktivität der Assetklasse und unterstreicht die Rolle von Wohnimmobilien als resilienten Anlagehafen in einem volatilen Umfeld.