Lebenswert, innovativ und international – Düsseldorf punktet in vielen Lebenslagen

Logistikmarkt Düsseldorf

Düsseldorf belegt im Mercer-Ranking der lebenswertesten Städte der Welt den sechsten Platz. Die Rheinmetropole gilt auch durch ihre zentrale Lage in Deutschland und außerordentlich gute Flug-, Zug- und Bahnanbindung als einer der attraktivsten Ballungsräume. Die NRW-Landeshauptstadt gehört zu den fünf wichtigsten Wirtschaftszentren in Deutschland und ist Sitz zahlreicher deutscher und internationaler Konzerne. Soweit die Zahlen – aber kann Düsseldorf wirklich alle als Arbeits- und Wohnort überzeugen? Wir haben mit unserem Düsseldorfer Kollegen Philip Bellenbaum, Director Office Advisory, über seine ganz persönlichen Erfahrungen mit der Rheinmetropole gesprochen.

Herr Bellenbaum, welche drei Fakten fallen Ihnen als Erstes ein, wenn Sie an Düsseldorf denken?

Düsseldorf gilt als einer der umsatzstärksten deutschen Standorte für Wirtschaftsprüfung, Unternehmens- und Rechtsberatung, Werbung und Mode und ist ein angesehener Finanz- und Börsenplatz. Überregional bekannt ist die Stadt für den Karneval mit zahlreichen Karnevalssitzungen und Umzügen.

Außerdem hat Düsseldorf die größte japanische Gemeinde Deutschlands. Aufgrund der 8.400 Japanerinnen und Japaner hat sich im Laufe der Jahre eine einzigartige Infrastruktur mit japanischen Restaurants, Geschäften, Dienstleistern, Clubs, internationalen Schulen und Kindergärten entwickelt. Der Bereich zwischen Hauptbahnhof und Königsallee wird sogar „Little Tokyo“ genannt.

Philip Bellenbaum
Philip Bellenbaum
Director Office Advisory

Das ist beeindruckend. Aber warum genau überzeugt Sie Düsseldorf als Wohn- und Arbeitsort?

Düsseldorf rangiert laut Studie der Unternehmensberatung Mercer auf Platz 6 der lebenswertesten Städte der Welt. Besonders lebenswert wird die Stadt durch die Infrastruktur, die Nähe zum Rhein und das reiche Kultur- und Freizeitangebot. Ein weiteres Merkmal ist das breite Bildungsangebot von insgesamt 15 Universitäten und Hochschulen. Für Düsseldorf als Wohn- und Arbeitsort spricht außerdem die zentrale Lage und gute Erreichbarkeit innerhalb Deutschlands.

Als Arbeitsort überzeugt Düsseldorf durch einen stark diversifizierten Branchenmix. Zu den größten Arbeitgebern gehören beispielsweise der Flughafen, die Rheinmetall AG, die Metro Group und die Henkel AG. Darüber hinaus sind viele internationale Unternehmen wie HSBC Trinkaus & Burkhardt, Vodafone (europäisches Headquarter) oder Ericsson hier angesiedelt. Internationale Unternehmen, internationale Schulen und Kindergärten, konsularische Vertretungen, internationale Wirtschaftsförderungsinstitutionen und ein internationales Umfeld erleichtern es Fachkräften aus dem Ausland, sich in Düsseldorf heimisch zu fühlen. Besonders stark vertreten sind japanische Unternehmen: Insgesamt 405, wie Fujifilm, Asahi Kasei, Mazak, Toshiba, Wacom, Nabtesco Precision, Shiseido oder Kikkoman haben hier ihre Deutschlandzentrale.

Welche „Ecken“ der Stadt schätzen Sie besonders und warum?

Über die Grenzen Düsseldorfs bekannt ist die beliebte Einkaufsstraße Königsallee, umgangssprachlich „Kö“ genannt. Ihre Besonderheit ist der in der Mitte verlaufende Stadtgraben, der von Bäumen umgeben ist. Als eine der führenden Luxuseinkaufsstraßen Europas zieht sie Touristen aus der ganzen Welt an.

Investmentmarkt Düsseldorf

Ein weiteres Highlight der Rheinmetropole ist der Medienhafen, dessen Skyline gerne repräsentativ für ganz Düsseldorf verwendet wird. Der Hafen hat sich in den vergangenen Jahren von einem Industriestandort mit Silos und Lagerhallen zu einem Hotspot entwickelt, der international bekannte Architekten wie Frank O. Gehry, Steven Holl oder David Chipperfield eine Bühne bietet.

Ebenfalls sehr beliebt ist die Düsseldorfer Altstadt mit dem Rathaus, der Kunstsammlung NRW, der Deutschen Oper am Rhein, dem Düsseldorfer Schauspielhaus, dem Museum Kunstpalast, dem Filmmuseum und der Kunstakademie. Neben den Kunst- und Kultureinrichtungen ist die Altstadt bekannt für die „längste Theke der Welt“ mit über 300 Kneipen. In der Altstadt können Besucher traditionelle rheinische Gerichte genießen und dazu das bekannte Düsseldorfer Altbier trinken.

Mit welcher internationalen Stadt würden Sie die Landeshauptstadt vergleichen?

Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen ist uns strukturell sehr ähnlich. Die beiden Metropolen haben rund 600.000 Einwohner und sind als Wirtschaftsstandort in Europa sehr angesehen. Die Hauptstadt Dänemarks liegt auf Platz acht im Mercer-Ranking und bietet ebenfalls eine gute lokale und globale Verkehrsanbindung, Internationalität, zahlreiche Grünflächen und hochwertige Architektur.

Eine weitere Gemeinsamkeit der beiden Städte sind die zahlreichen Feste und Märkte. So gibt es auch in Kopenhagen Karnevalsumzüge und Adventsmärkte. Sehr bekannt ist der Tivoli, ein Vergnügungspark, der zur Adventszeit in einen Weihnachtsmarkt umgewandelt wird.

Wo steht Düsseldorf in Sachen Smart City, Innovation und Nachhaltigkeit? Was würden Sie sich für Ihre Stadt wünschen, damit sie noch lebenswerter wird?

Zur Schaffung einer Smart City verfolgt Düsseldorf unter anderem das Konzept „Masterplan Green City Mobility“ mit dem Ziel einer Entlastung des Straßenverkehrs und somit einer verbesserten Luftqualität und ruhigeren Straßen. Zudem soll zur Optimierung des Verkehrsflusses ein smartes Verkehrsmanagement eingeführt werden. Durch weniger Stau auf den Straßen sollen nicht nur die Lebensqualität erhöht, sondern auch die CO2-Emissionen deutlich verringert werden. Weitere Strategien sind zum Beispiel verkehrsadaptive Beleuchtungen, wie sie bereits auf der Danziger Straße implementiert wurden. Ein weitere Smart City-Maßnahme der Stadt ist die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen, die den Alltag der Bürger deutlich erleichtern sollen. Seit 2017 gibt es bereits eine Bürger-App zur Antragstellung.

Im Hinblick auf Innovation zählt Düsseldorf zu den „Digital Hubs“, also zu den Zentren für junge Unternehmen im Bereich digitale Wirtschaft, die durch das Land NRW gefördert werden. Diese sitzen am Startplatz, dem Gründerzentrum im Medienhafen.

Zum Schluss noch kurz zum Beruflichen: Was macht den Immobilienmarkt in Düsseldorf besonders?

Die Entwicklung des Düsseldorfer Immobilienmarkts ist seit Jahren durch eine steigende Nachfrage geprägt. Die Vorliebe für Immobilien als Wertanlage in einem Niedrigzinsumfeld, der steigende Zuzug und der Wunsch nach Urbanität führen zu einem nachhaltig starken Immobilienmarkt. Dies hat zu zahlreichen hochwertigen Bauprojekten von Büro- und Wohnimmobilien geführt, die sich positiv auf das Stadtbild auswirken. Zu den aktuellen Bauprojekten gehören beispielsweise das „Kö-Quartier“ im Zentrum von Düsseldorf, ein Büroensemble aus sieben Gebäuden, das zahlreiche Büro- und Einzelhandelsflächen bietet. Ein weiteres Projekt ist das „KAP1“, ein Gebäude in direkter Nähe des Düsseldorfer Hauptbahnhofs, das als neue Stadtbibliothek, als Heimstätte des Theatermuseums und anderer öffentlicher Einrichtungen dienen soll. Ein prominentes Wohnprojekt ist das „Grand Central“, ein modernes Stadtquartier nahe dem Düsseldorfer Hauptbahnhof, wo neben Flächen für Service, Handel und Dienstleistungen mehr als 1.000 Neubauwohnungen realisiert werden sollen. Ein weiteres Wohnbauprojekt ist das „Win Win“ im Düsseldorfer Medienhafen, zwei Wohnhochhäuser mit insgesamt 403 Wohneinheiten und Ausblick auf den Hafen.

Sie sehen – hier wird es immobilientechnisch nie langweilig!

Marina Vogt
Marina Vogt
Social Media Content Specialist

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