FLÄCHENUMSATZ UNTER VORJAHRESNIVEAU
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Mit einem Flächenumsatz von 59.000 m² im ersten Halbjahr bleibt der Leipziger Lager- und Logistikflächenmarkt sowohl unter dem Niveau des Vorjahres (-32 %) als auch unter dem zehnjährigen Durchschnitt (-52 %). Nach einem verhaltenen Start in den ersten drei Monaten des Jahres zeigte das zweite Quartal mit 39.000 m² Umsatz eine klare Aufwärtstendenz.
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Durch die weiterhin schwache konjunkturelle Entwicklung ist die Nachfrage auf dem Leipziger Markt vor allem in den größeren Flächensegmenten zurückhaltend. Der bislang größte Vertrag beläuft sich auf rund 10.600 m² und wurde von dem Großhändler Salcar in Borsdorf abgeschlossen. Während die Flächenumsätze bis zu dieser Kategorie im langjährigen Mittel liegen, sind es die fehlenden größeren und entsprechend umsatzwirksamen Verträge, die den Unterschied zum Vorjahresergebnis und dem Durchschnitt ausmachen. Gerade großflächige Anmietungsprozesse nehmen mehr Zeit in Anspruch als noch vor einigen Quartalen.
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Durch die umfangreiche spekulative Bautätigkeit der vergangenen Jahre sowie auch durch Untermietflächen steht vor allem in der Peripherie des Marktes ein größeres Flächenangebot zur Verfügung, das die Mietpreise unter Druck setzt. Während die Spitzenmiete unverändert bei 5,70 €/m² liegt, ist die Durchschnittsmiete leicht auf 5 €/m² gesunken.
LOGISTIKDIENSTLEISTER MIT ABSTAND AM AKTIVSTEN
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Logistikdienstleister zeichnen für mehr als die Hälfte des Flächenumsatzes verantwortlich (54 %) und setzen sich damit klar an die Spitze der Branchenverteilung. Sie sind die einzige Nachfragegruppe, die absolut betrachtet fast ihren zehnjährigen Durchschnittswert erreicht und folgen damit dem bundesweiten Trend einer hohen Nachfrage durch Logistikdienstleister. Räumlich liegt der Fokus der registrierten Verträge auf Halle (Saale) sowie Kabelsketal. Während Handelsunternehmen weitere 28 % beisteuern, kommen produzierende Unterneh-men auf gut 14 % und weisen damit den größten Abstand zu ihrem langjährigen Mittel auf.
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Bei der Verteilung des Flächenumsatzes nach Größenklassen weisen die besetzten Segmente mit Werten zwischen knapp 20 % und 35 % vergleichsweise gleichmäßige Anteile auf und zeugen von einer soliden Nachfragebasis in diesen Kategorien. Die kleineren Verträge bis 5.000 m² mit anteilig 41 % und auch die Kategorie 5.000 – 8.000 m² mit gut 24 % erreichen in absoluten Zahlen jeweils einen überdurchschnittlichen Wert. Im Gegensatz zum Vorjahr wurden bisher jedoch noch keine Abschlüsse jenseits der genannten 10.600 m² verzeichnet, was als wesentlicher Grund für den geringeren Flächenumsatz als im Vorjahr anzusehen ist.
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Darüber hinaus konnten noch keine Eigennutzerabschlüsse innerhalb des Marktgebiets registriert werden.
PERSPEKTIVEN
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Die weitere Entwicklung des Leipziger Logistikmarkts bleibt vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen abzuwarten. Mit dem wieder aufgeflammten Iran-Krieg und dem Konflikt um die Straße von Hormus, den damit verbundenen steigenden Energiepreisen, Inflationssorgen sowie der Zinsentwicklung, der US-Zollpolitik und weiteren Konflikten bleibt das Umfeld von Risiken und Unsicherheiten geprägt, die dazu führen könnten, dass Lieferketten und die Lagerhaltung überprüft und optimiert werden. Zudem bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung mit erforderlichen Reformen Impulse für ein höheres Wirtschaftswachstum setzen kann.
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Insgesamt ist auf der Nachfrageseite eine höhere Anzahl an großflächigen Gesuchen zu beobachten, die, wenn sie erfolgreich abgeschlossen werden, den Leipziger Flächenumsatz in den kommenden Monaten spürbar erhöhen sollte. Dazu zählt der auch bundesweit (wieder) stark nachfragende E-Commerce, wobei vor allem auch einige asiatische Player über Logistik-dienstleister umfangreiche Flächen nachfragen.
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Angebotsseitig sind zunächst keine größeren Veränderungen zu erwarten. Es steht ausreichend verfügbare Fläche im Bestand und in Neubauqualität zur Verfügung, um auch kurzfristige Gesuche bedienen zu können. Vor diesem Hintergrund bleiben sowohl die Spitzen- als auch die Durchschnittsmiete unter Druck.