DEUTLICHER ZUWACHS GEGENÜBER VORJAHR
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Der Leipziger Investmentmarkt verzeichnet nach den ersten drei Quartalen 2026 ein Transaktionsvolumen von rund 341 Mio. € und damit das beste Resultat der vergangenen drei Jahre. Entsprechend wurde das schwache Vorjahresresultat in etwa um das Dreifache übertroffen. Der langjährige Durchschnittswert wird jedoch um rund 28 % verfehlt. Maßgeblich verantwortlich für das insgesamt solide Abschneiden ist vor allem der starke Jahresauftakt. Nicht zuletzt durch die Veräußerung des Shoppingcenters Höfe am Brühl für einen dreistelligen Millionenbetrag hat sich das Transaktionsvolumen bereits im ersten Quartal auf 209 Mio. € summiert. Mit der weiteren Eskalation des Iran-Kriegs im Frühjahr und der im Anschluss wieder deutlich gestiegenen Volatilität auf den Kapitalmärkten hat im Jahresverlauf jedoch auch die Transaktionsdynamik abgenommen. In der Folge konnte in den vergangenen beiden Quartalen jeweils nur ein Volumen von rund 65 Mio. € verzeichnet werden. Auch die Anzahl der registrierten Transaktionen liegt mit insgesamt nur 16 Stück auf einem sehr niedrigen Niveau.
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Die im Jahresverlauf deutlich gestiegenen Kapitalmarktzinsen haben zu einer erneuten punktuellen Anpassung der Nettospitzenrenditen geführt. So haben die Renditen von Geschäftshäusern in Bestlagen sowie Logistikobjekten im dritten Quartal um jeweils 10 Basispunkte auf 5,10 % bzw. 4,90 % zugelegt. Nachdem für Top-Büroobjekte bereits im zweiten Quartal ein deutlicher Zuwachs um 30 Basispunkte auf 5,60 % verzeichnet wurde, bewegen sich die Spitzenrenditen in diesem Segment vorerst seitwärts.
GROS DES VOLUMENS ENTFÄLLT AUF EINZELHANDELSOBJEKTE
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Die Verteilung des Investmentvolumens auf die einzelnen Assetklassen wurde in den ersten drei Quartalen vom Einzelhandelssegment dominiert. Mehr als die Hälfte (55 %) des gesamten Volumens entfällt auf die Assetklasse. Maßgeblich zurückzuführen ist dies auf die Veräußerung der Höfe am Brühl. Darüber hinaus konnte im Retailsegment mit dem Verkauf eines größeren Geschäftshauses in der Innenstadt eine weitere Transaktion im zweistelligen Millionenbereich verzeichnet werden. Weitere bedeutende Umsatzanteile entfallen zudem noch auf die Bereiche Hotel (anteilig 15 %) sowie die Sammelkategorie Sonstige (14 %), in die vor allem Grundstücke und Pflegeimmobilien eingeflossen sind. Büroimmobilien spielen im Leipziger Markt derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Im laufenden Jahr konnte noch kein Abschluss oberhalb der 10-Mio.-€-Marke der Assetklasse zugeordnet werden.
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Auffällig ist zudem die hohe Präsenz ausländischer Investoren, auf die in den ersten drei Quartalen rund 74 % des gesamten Transaktionsvolumens entfielen. Sowohl prozentual als auch absolut (gut 250 Mio. €) entspricht dies einem im langjährigen Vergleich überdurchschnittlichen Resultat. Maßgeblich ist auch hier die bereits erwähnte großvolumige Shoppingcentertransaktion, bei der mit Investika ein ausländischer Käufer zum Zuge kam. Bemerkenswert ist darüber hinaus auch der im Vorjahresvergleich gestiegene Anteil von Portfoliotransaktionen. Rund ein Viertel des aktuellen Volumens entfällt auf Leipziger Objekte, die Bestandteil von bundesweiten Paketverkäufen aus den Bereichen Logistik, Healthcare und Hotel sind.