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02. Mai 2012

Logistikflächenmarkt Leipzig: Flächenumsatz unter Vorjahresniveau

Leipzig – Der Leipziger Lager- und Logistikflächenmarkt (inklusive Umland) verzeichnete im ersten Quartal 2012 einen Flächenumsatz von 64.000 Quadratmetern. Damit wurde der Vergleichswert aus dem Vorjahr um rund 41 Prozent unterschritten. Allerdings war 2011 auch ein Rekordjahr mit einem historischen Höchstumsatz. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

„Verglichen mit dem langjährigen Durchschnitt handelt es sich jedoch um einen guten Jahresauftakt“, meint Hans-Jürgen Hoffmann, Bereichsleiter Industrial Investment & Services von BNP Paribas Real Estate. Im bundesweiten Vergleich liegt Leipzig bislang auf einem ähnlichen Niveau wie beispielsweise München. Insgesamt wurde nur eine geringe Anzahl an Vertragsabschlüssen registriert, die zumeist im großvolumigen Bereich lagen. Besonders beliebt bei den Nachfragern war das verkehrsgünstig gelegene Leipziger Umland an den Bundesautobahnen A9 sowie A14. Dort haben unter anderem die Logistikunternehmen Rigterink Logistik (Nähe Hermsdorfer Kreuz) oder Kraftverkehr Nagel (Nähe Schkeuditzer Kreuz) Verträge abgeschlossen. Eigennutzer waren nicht am Umsatz beteiligt.

Bei der Verteilung des Flächenumsatzes auf die Nachfragegruppen dominieren, wie bereits in den vorherigen Quartalen, Logistikdienstleister mit einem Anteil von 92 Prozent eindeutig das Geschehen. Leipzig gehört zu den wichtigen Logistik-Drehscheiben Deutschlands, sodass das Interesse von logistikaffinen Unternehmen entsprechend groß ist. Handelsunternehmen schätzen ebenfalls den Standort Leipzig und fragen dort Hallenflächen nach. Sie kommen im ersten Quartal 2012 jedoch lediglich auf einen Umsatzanteil von knapp 3 Prozent. In den übrigen Branchen (beispielsweise Industrie- und Produktionsunternehmen) wurden noch keine Vertragsabschlüsse verzeichnet.

Da das erste Quartal 2012 von wenigen großflächigen Vertragsabschlüssen gekennzeichnet ist, entfallen auch auf die größte Kategorie (über 20.000 m²) gut 80 Prozent des Gesamtflächenumsatzes. Dazu beigetragen haben insbesondere die Projektanmietungen von Rigterink in Bollberg/Stadtroda über 26.000 Quadratmeter sowie von Kraftverkehr Nagel in Großkugel über 25.300 Quadratmeter. Die Nachfrage nach kleinen und mittleren Flächen war in den ersten drei Monaten noch relativ verhalten. In der Größenklasse zwischen 5.000 und 8.000 Quadratmetern wurden rund 13 Prozent der Vertragsabschlüsse registriert, auf das kleinste Segment unter 3.000 Quadratmetern entfällt ein Anteil von etwa 7 Prozent des Flächenumsatzes.

Rückläufiges Flächenangebot – Stabile Spitzenmiete

Das Angebot an Lager- und Logistikflächen im Leipziger Marktgebiet hat sich im vergangenen Jahr aufgrund der großen Nachfrage erheblich reduziert. Insbesondere Bestandsflächen mit modernem Ausstattungsstandard sind, mit Ausnahme des ehemaligen Quelle-Areals, Mangelware geworden. Das spiegelt sich in den Vertragsabschlüssen des ersten Quartals 2012 wider: Es handelt sich hierbei größtenteils um Projektentwicklungen und weniger um Bestandsobjekte. Darüber hinaus werden Neubauprojekte, die die Angebotssituation entspannen würden, kaum spekulativ begonnen, sondern erst, wenn ein gewisser Vorvermietungsstand erreicht ist. Dies sorgt für eine zusätzliche Anspannung der Angebotssituation. Vor allem in begehrten Lagen wie beispielsweise der nördlichen Peripherie Leipzigs in Autobahn- sowie Flughafennähe ist das Angebot sehr begrenzt. In der weiter entfernten Peripherie hingegen stehen noch Hallenflächen zur Verfügung.

Die Spitzenmiete für Logistikflächen hält sich seit dem vierten Quartal 2010 unverändert bei 4,25 Euro pro Quadratmeter. Damit bleibt Leipzig das Schlusslicht unter den Top-Logistikstandorten in Deutschland. Allerdings stellt das vergleichsweise niedrige Mietniveau auch einen Standortvorteil dar, das unter anderem die gute Marktentwicklung der letzten Jahre, und speziell des Ausnahmejahres 2011 positiv beeinflusst hat.

Bei der Verteilung des Flächenumsatzes nach Mietpreisklassen dominiert mit einem Anteil von etwa 83 Prozent das mittlere Segment zwischen 3 und 4 Euro pro Quadratmeter. Bereits zum Jahresende 2011 lag diese Mietpreisklasse in Führung. Auf die größte Kategorie über 4 Euro pro Quadratmeter entfällt ein Anteil von gut 12 Prozent. Verträge unter 3 Euro pro Quadratmeter sind mit knapp 5 Prozent am Umsatz beteiligt.

Perspektiven für 2012

„Nach dem Rekordjahr 2011 startet der Leipziger Logistikmarkt ruhiger in das neue Jahr“, so Hans-Jürgen Hoffmann. „Zwar wird sich der historisch hohe Umsatz des Vorjahres aller Voraussicht nach 2012 nicht wiederholen, gleichzeitig deutet aber alles darauf hin, dass es das zweitbeste jemals registrierte Jahr werden dürfte. Die weitere Marktentwicklung hängt von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise der weiteren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, ab. Inwiefern das Nachtflugverbot des Frankfurter Flughafens die Attraktivität des Standorts Leipzigs, der Anschluss an einen Frachtflughafen mit 24-Stunden-Betrieb hat, erhöhen könnte, bleibt abzuwarten. Eine wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass ausreichend große Logistikflächen kurzfristig zur Verfügung stehen. Bei den Spitzenmieten ist aus heutiger Sicht von einer weiteren Stabilisierung auszugehen.“

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