Pressemitteilungen

 

 

05. April 2017

Investmentmarkt Berlin: Bester Jahresauftakt aller Zeiten

Berlin - Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,4 Mrd. € toppt die Hauptstadt alle bisherigen Rekorde und verzeichnet eine neue Höchstmarke. Das eher gemäßigte Vorjahresergebnis wurde dabei um 84 % übertroffen, und auch der langjährige Durchschnitt um rund 69 % hinter sich gelassen. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

„Besonders erfreulich ist der hohe Beitrag von Einzeldeals“, sagt Jan Dohrwardt, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Berliner Niederlassungsleiter. „Hier wurde erstmals die 1-Mrd.-€-Marke durchbrochen und mit mehr als 1,1 Mrd. € ein neues Allzeithoch erreicht. Damit sind fast vier Fünftel des Volumens auf Einzelverkäufe zurückzuführen.“ Zudem profitierte der Hauptstadtmarkt auch von der vergleichsweise guten Verfügbarkeit von großvolumigen Objekten: Von den bundesweit zwölf registrierten Einzeltransaktionen im dreistelligen Millionenbereich entfallen allein vier auf Berlin. Hierzu zählen beispielsweise der Verkauf des Rocket Towers oder der ehemaligen Vattenfall Zentrale. Trotz des hervorragenden Jahresauftakts und der signifikanten Steigerung des Volumens leidet der Berliner Investmentmarkt weiterhin unter zu wenig Produkt. Ein größeres Angebot vorausgesetzt, wäre durchaus auch noch ein höheres Ergebnis erzielbar gewesen.

Die Verteilung des Volumens nach Größenklassen spiegelt die grundsätzlich breite Nachfrage wider. Aufgrund der vier Abschlüsse im dreistelligen Millionensegment dominiert dieses in den ersten drei Monaten mit einem Anteil von fast 45 %: Ein ausgeprägtes Investmentgeschehen war jedoch auch in der mittleren Kategorie zwischen 25 und 50 Mio. € zu verzeichnen, die knapp ein Viertel beiträgt. Die nächstgrößere beziehungsweise -kleinere Klasse zwischen 50 und 100 Mio. € beziehungsweise 10-25 Mio. € steuert jeweils zwischen 12 bis 13 % bei. Am meisten Objekte wechselten jedoch im kleinsten Segment bis 10 Mio. € den Eigentümer (Umsatzanteil: 6 %).

Gut die Hälfte des Ergebnisses entfällt auf Büroimmobilien, die damit weiterhin die mit Abstand wichtigste Assetklasse im Berliner Markt sind. Gegenüber dem Vorjahr haben sie zwar anteilsmäßig eingebüßt, absolut betrachtet ist jedoch noch einmal 45 % mehr investiert worden. Auf Erfolgskurs sind auch Hotels: In sie wurde nicht nur ebenfalls deutlich mehr investiert, sie konnten darüber hinaus auch ihren Anteil auf fast 13 % ausbauen und sind nun nach Büros die zweistärkste Objektart. Auf Rang drei folgen Einzelhandelsobjekte (10 %) vor Logistikimmobilien (6 %), die nach wie vor verhältnismäßig rar sind.

Der Berliner Markt zeichnet sich durch eine ganze Reihe von über das Marktgebiet verteilten Lagen aus, die grundsätzlich für eine Vielzahl von Investoren interessant sind. Dementsprechend ballen sich die Investments nicht nur auf die Topcity, sondern erstrecken sich – in Abhängigkeit von der Angebotslage – über das gesamte Marktgebiet. In den ersten drei Monaten stechen zwei Lagen hervor: Die City mit einem Anteil von rund 46 % und die Nebenlagen mit rund 31 %. Der Cityrand steuert dem Ergebnis rund 13 % bei. Aufgrund des geringen Angebots in der Topcity ist das Volumen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auch absolut zurückgefallen (Anteil 10 %).

Die bundesweit stark agierenden Investment/Asset Manager sowie die Spezialfonds sind auch im Berliner Markt die Top-Nachfragegruppen. Dabei sorgten erstere, die für eine Vielzahl  verschiedener Investoren wie Pensionskassen, Versicherungen oder für Fonds agieren, für rund ein Drittel des Umsatzes, während Spezialfonds mit einem Anteil von 23 % auf dem zweiten Platz landen. Die öffentliche Hand liegt mit rund 16 % außergewöhnlich weit vorn, dies ist jedoch primär auf den Ankauf der ehemaligen Vattenfall Zentrale durch die BImA zurückzuführen. Fast gleichauf folgen Equity/Real Estate Funds mit knapp 16 %, die damit die einzige weitere Käufergruppe mit nennenswerten Volumina darstellt. Der Anteil ausländischer Investoren liegt bei rund 55 % und damit – wie für Berlin typisch – über dem bundesweiten Wert von 39 %.

Der erhebliche Nachfragedruck hat in Verbindung mit der Erwartung an weiter anhaltendes Mietwachstum auch im ersten Quartal zu sinkenden Renditen geführt. Im Zwölf-Monats-Vergleich ist die Netto-Spitzenrendite für Büroobjekte um stolze 90 Basispunkte auf 3,10 % gesunken, davon allein 20 Basispunkte im ersten Quartal. Kein anderer Standort kann eine vergleichbare Entwicklung vorweisen, kein anderer Standort ist teurer. Für Geschäftshäuser in den besten Lauflagen werden bis zu 3,30 % bezahlt, wobei in Ausnahmefällen sogar höhere Faktoren erzielt werden. Lediglich im Segment der Logistikimmobilien liegt die Hauptstadt mit einer Netto-Spitzenrendite von 4,95 % etwas unter dem Preisniveau der übrigen großen Standorte.

Perspektiven

„Berlin boomt wie keine andere Stadt und wird lediglich von der Angebotsseite begrenzt. Der stetige Zufluss neuer Kaufinteressenten sorgt für einen anhaltenden Nachfragedruck. Sollten noch einige großvolumige Objekte auf dem Markt kommen, könnte daher durchaus die 7-Mrd.-€-Marke überschritten und damit eines der besten jemals registrierten Resultate erzielt werden“, fasst Jan Dohrwardt die weiteren Aussichten zusammen.

PDF herunterladen

Ihr Ansprechpartner

Schaum Chantal

Chantal Schaum
Head of Public Relations
Press
+49 (0)69-298 99-948

Kontakt

Internationale Präsenz

Wir kennen Ihren Markt,
verstehen Ihren Bedarf
und bieten Ihnen in jeder
Phase des Immobilien-
Zyklus maßgeschneiderte
Lösungen. Der Erfolg
Ihrer Immobilienprojekte
ist unser Ziel.

Standorte auf der Karte

 

Gewerbeimmobilien finden

Gewerbeimmobilien von BNP PARIBAS Real Estate jetzt auf bnppre.de

Suche
X