Pressemitteilungen

 

 

18. Juli 2019

Hamburger Logistikmarkt kämpft mit Flächenengpass

Hamburg - Mit einem Flächenumsatz von 145.000 m² fällt die Halbjahresbilanz auf dem Hamburger Markt für Lager- und Logistikflächen (samt Umland) vergleichsweise bescheiden aus. Das Ergebnis stellt das niedrigste Resultat seit 2008 dar und unterschreitet den 10-Jahres-Durchschnitt um rund 39,5 %. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

“Die Hansestadt kämpft dabei wie viele andere prosperierende Logistikregionen in Deutschland mit einer zunehmenden Verknappung auf der Angebotsseite. Primär außerhalb des Kerngebietes sind in den vergangenen Jahren nahezu alle großflächig verfügbaren Flächen von der Nachfrage absorbiert worden”, sagt Christopher Raabe, Managing Director und Head of Industrial Services & Investment der BNP Paribas Real Estate GmbH. Mit gerade einmal 31.000 m² konnte hier in den ersten sechs Monaten des Jahres die geringste Aktivität seit über zehn Jahren registriert werden. “Ein wesentlicher Grund hierfür ist, dass nahezu in der gesamten Metropolregion derzeit keine Neubauentwicklungen realisiert werden, da den Projektentwicklern kaum Grundstücke zur Verfügung stehen”, so Raabe. Lediglich 4,5 % des Volumens wurde im Neubausegment umgesetzt. Diese angebotsseitigen Restriktionen machen gleichermaßen auch Eigennutzern zu schaffen: Ihr Anteil blieb mit knapp 7 % deutlich hinter den Ergebnissen der letzten Jahre zurück.

Logistikdienstleister viertes Jahr in Folge vorne

Hinsichtlich der am Markt agierenden Branchen zeichnet sich in der Hansestadt aufgrund der Wirtschaftsstruktur und der internationalen Bedeutung des Hafens ein gewohntes Bild ab: bereits das vierte Jahr in Folge sind Logistikdienstleister die mit großem Abstand stärkste Nachfragegruppe und kommen auf einen Anteil von 60 %. Die bedeutendsten Verträge in diesem Segment entfielen auf die Hertling GmbH (9.000 m²) sowie die TCO Transcargo (8.400 m²). Mit über einem Viertel des registrierten Umsatzes folgen auf dem zweiten Platz Unternehmen aus dem Bereich Handel. Das schwächste Resultat seit über zehn Jahren erzielte die Branche Industrie und Produktion, die zusammen auf lediglich 6 % kommt und das Führungstrio komplettiert.

Die Verteilung des Flächenumsatzes nach Größenklassen veranschaulicht deutlich, durch welchen strukturellen Umstand das Marktgeschehen in der Hafenmetropole im ersten Halbjahr limitiert wurde. Durch den Angebotsmangel an großen und verfügbaren Flächen sowohl im Stadtgebiet als auch im Umland konnte noch kein einziger Vertrag oberhalb von 12.000 m² gezeichnet werden. Im Vorjahreszeitraum entfielen hingegen rund 84.000 m² auf dieses Größensegment. Erfreulich ist jedoch die breite Nachfrage in den kleinteiligeren Flächenkategorien, die deutlich flexibler durch das Angebot bedient werden können.

Mietpreisniveau entwickelt sich moderat

Bereits Nutzer mit einem Flächenbedarf ab circa 3.000 m² haben es auf dem Hamburger Markt zusehends schwerer, diesen ohne Kompromisse bei der Qualität sowie den Lageanforderungen umzusetzen. Kontraktlogistikflächen werden in der derzeitigen Marktsituation häufig prolongiert, was die Suche zusätzlich erschwert. Da derzeit jedoch kaum Neubauprojekte fertiggestellt werden und es auch Verlagerungstendenzen zu Standorten außerhalb des Hamburger Marktgebietes gibt, steigen die Mietpreise zwar kontinuierlich, jedoch mit einer moderaten Dynamik. So legte die Durchschnittsmiete mit 1 % nur geringfügig zu und notiert bei 4,90 €/m². Die Spitzenmiete stieg hingegen im Vergleich zum Vorjahr um rund 7 % und beträgt aktuell 6,20 €/m². Erzielt wird sie primär an Standorten in Hafennähe sowie innerstädtischen Lagen, die insbesondere von der Citylogistik und kundenahen Handelskonzepten nachgefragt werden.

Perspektiven

“Nachdem das erste Halbjahr unter dem Zeichen der Flächenverknappung stand, deutet sich für die zweite Jahreshälfte eine leichte Belebung an. Durch einzelne großflächige Bestandskündigungen werden dem Markt dringend benötigte Flächenkapazitäten zugeführt, wodurch einige Gesuche zum Abschluss kommen sollten. Neubauflächen dürften hingegen erst im kommenden Jahr für eine zusätzliche Entspannung sorgen, sodass das Endjahresergebnis deutlich schwächer als im Vorjahr ausfallen wird”, so Christopher Raabe.

PDF herunterladen

Internationale Präsenz

Wir kennen Ihren Markt,
verstehen Ihren Bedarf
und bieten Ihnen in jeder
Phase des Immobilien-
Zyklus maßgeschneiderte
Lösungen. Der Erfolg
Ihrer Immobilienprojekte
ist unser Ziel.

Standorte auf der Karte

 

Gewerbeimmobilien finden

Gewerbeimmobilien von BNP PARIBAS Real Estate jetzt auf bnppre.de

Suche
X