Pressemitteilungen

 

 

13. Oktober 2017

Büromarkt Essen: Kaum größere Abschlüsse, Ergebnis dennoch positiv

Essen - Am Essener Büromarkt wurden bisher 79.000 m² umgesetzt und damit der Vorjahreswert deutlich um fast 22 % übertroffen. Das insgesamt gute Resultat liegt damit allerdings noch rund 7 % unter dem 10-jährigen Durchschnitt und konnte bislang lediglich von zwei größeren Abschlüssen profitieren. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate. 

„Thyssen Krupp Real Estate bezieht 12.200 m² am Essener Hauptbahnhof und das Competence Call Center Essen, ein Dienstleister für Facebook, hat 9.700 m² in der Weststadt angemietet“, so Amedeo Augenbroe, Essener Niederlassungsleiter der BNP Paribas Real Estate GmbH. „Davon abgesehen fehlt es allerdings an weiteren großvolumigen Verträgen, die speziell auf einem vergleichsweise kleinen Markt wie Essen für ein sehr gutes Gesamtergebnis notwendig wären.“ Fast zwei Drittel des Flächenumsatzes basieren aktuell auf Anmietungen kleiner als 5.000 m². Der umsatzstärkste Teilmarkt ist derzeit das Südviertel, in dem rund ein Viertel des bisherigen Volumens zu verorten ist. Darüber hinaus steuern die Nebenlagen aufgrund mehrerer Abschlüsse über 1.000 m² ganze 22.800 m² bei. 

Bei der Verteilung des Flächenumsatzes nach Branchen gibt es ein Novum am Essener Markt: Die Informations- und Kommunikationstechnologien (gut 31 %), die sich schon in den letzten Jahren zumeist auf den vorderen Plätzen bewegten, übernehmen zum ersten Mal die Spitze. Der zweite Rang geht mit knapp 22 %, auch dank der Anmietung von Thyssen Krupp Real Estate, an die Verwaltungen von Industrieunternehmen. Sie gehören traditionell zu den stärksten Branchen. Das Spitzentrio wird komplettiert durch die sonstigen Dienstleistungen, die sich wie gewohnt einen Platz auf dem Podium sichern können (knapp 19 %). Mit deutlichem Abstand folgen Beratungsgesellschaften (gut 8 %), während die öffentliche Verwaltung (gut 5 %) und der Handel (gut 3 %) bislang eine eher untergeordnete Rolle spielen. 

Der Leerstand klettert mit 209.000 m² auf einen neuen Höchstwert und übertrifft aufgrund einiger freigezogener und nach umfangreichen Refurbishments an den Markt gekommener Objekte erstmals seit Ende 2014 wieder die 200.00-m²-Schwelle. Im Vorjahresvergleich ist er damit um 19 % gestiegen, wobei es vor allem moderne Leerstandsflächen sind, die sich in den vergangenen 12 Monaten auf 57.000 m² nahezu verdoppelt haben (+84 %). Mit 78.300 m² steht der überwiegende Teil der freien Flächen in Rüttenscheid/Bredeney, aber auch im Citykern finden sich immerhin 40.300 m². Die Leerstandsquote liegt mittlerweile bei 6,5 %, was im Vergleich zu den Big Six ein Platz im Mittelfeld bedeutet. 

Die sich im Bau befindlichen Flächen belaufen sich in Essen auf insgesamt 95.000 m² und liegen damit rund 33 % unter dem Vorjahreswert. Etwa 30 % entstehen dabei im Citykern. Das Südviertel steuert weitere 16.000 m², Rüttenscheid/Bredeney zusätzlich 12.600 m² bei. Darüber hinaus entstehen im übrigen Stadtgebiet weitere 37.600 m². Aufgrund von Vorvermietungen und Eigennutzungen sind die Flächen im Bau jedoch nur zu weniger als 17 % verfügbar, was im Vergleich mit den bedeutendsten deutschen Büromarktstandorten der geringste Wert ist. Die traditionell niedrige, spekulative Bautätigkeit wirkt sich somit kaum auf das verfügbare Flächenangebot in Essen aus, welches mittlerweile insgesamt 225.000 m² beträgt. 

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Spitzenmiete um 7 % auf nun 15 €/m² angestiegen und wird für moderne Flächen im Südviertel erzielt. Ansonsten gab es nur wenig Bewegung bei den Mieten am Essener Büromarkt. Es haben sich sowohl die Höchstmieten in den übrigen Teilmärkten als auch die Durchschnittsmiete für den Gesamtmarkt, die aktuell bei 10,10 €/m² notiert, weiter stabilisiert. 

Perspektiven 

„Der Essener Büromarkt verzeichnet zwar kein außergewöhnlich gutes, aber dennoch ein durchaus erfreuliches Zwischenergebnis. Der Markt zeigt sich in allen Größenklassen agil und steuert damit auf ein Gesamtergebnis hin, das deutlich über 100.000 m² liegen dürfte. Der Leerstand sollte bis zum Jahresende wieder geringer ausfallen, womit sich auch das kurzfristig verfügbare Flächenangebot reduzieren dürfte. Ob sich dies auf die Mietpreisniveaus auswirken wird, bleibt abzuwarten“, so Amedeo Augenbroe zu den weiteren Aussichten.

PDF herunterladen

Internationale Präsenz

Wir kennen Ihren Markt,
verstehen Ihren Bedarf
und bieten Ihnen in jeder
Phase des Immobilien-
Zyklus maßgeschneiderte
Lösungen. Der Erfolg
Ihrer Immobilienprojekte
ist unser Ziel.

Standorte auf der Karte

 

Gewerbeimmobilien finden

Gewerbeimmobilien von BNP PARIBAS Real Estate jetzt auf bnppre.de

Suche
X