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04. Oktober 2017

Büromarkt Berlin: Die Hauptstadt ist nicht zu stoppen

Berlin - Mit einem Flächenumsatz von 703.000 m² stellt der Berliner Büromarkt erneut einen Rekord auf und setzt die sehr dynamische Aufwärtstendenz der letzten Jahre unvermindert fort. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate. 

„Das vergleichbare Vorjahresergebnis wurde um gut 9 % und der zehnjährige Durchschnitt sogar um 63 % übertroffen“, so Jan Dohrwardt, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate GmbH und Berliner Niederlassungsleiter. Im bundesweiten Vergleich hat sich die Hauptstadt damit wiederum eindeutig an die Spitze gesetzt und München (595.000 m²) und Frankfurt (477.000 m²) auf die Plätze verwiesen. Mitverantwortlich für das sehr gute Ergebnis ist nicht zuletzt eine Reihe größerer Abschlüsse über 10.000 m². So hat beispielsweise die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) mit zwei Verträgen über 62.000 m² zum Flächenumsatz beigetragen. Allein im dritten Quartal wurden 29 Abschlüsse über 2.000 m² gezählt. Den größten Anteil am Resultat hatten die Cityrandzonen, die mit 312.000 m² rund 44 % beitragen. Mit knapp einem Drittel ist darüber hinaus die City am Umsatz beteiligt. Das sehr geringe Angebot bremst dagegen das Marktgeschehen in den Topcity-Lagen, wo mit 79.000 m² (11 %) nur gut die Hälfte des Vorjahreswerts erzielt wurde.  

Vier Branchengruppen besonders aktiv, Leerstand weiter stark rückläufig 

Vier Branchengruppen haben in besonderem Maße zum Ergebnis beigetragen und kommen zusammen auf einen Anteil von 71 %. An die Spitze gesetzt haben sich Handelsunternehmen, die knapp 26 % des Umsatzes generieren. Die dynamische Entwicklung der Branche, insbesondere im E-Commerce, schlägt sich direkt in der Flächennachfrage nieder. Auf Rang zwei folgt die öffentliche Verwaltung, die fast 19 % zum Gesamtumsatz beisteuert. Auf dem Bronzeplatz landen die sonstigen Dienstleistungen, die auf knapp 14 % kommen. Vervollständigt wird das Führungsquartett von Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologien, die für rund 13 % des Resultats verantwortlich zeichnen.  

Der rasche Leerstandsabbau hat sich unverändert fortgesetzt. In den letzten zwölf Monaten reduzierte er sich um gut 18 % auf aktuell 459.000 m². Noch stärker zurück ging der moderne Leerstand, der sich um 29 % verringerte und bei nur noch 130.000 m² liegt. Damit verfügen nur noch gut 28 % aller Leerstände über eine von den Nutzern bevorzugte hochwertige Ausstattung. Aufgrund dieser Entwicklung ist auch die Leerstandsrate weiter rückläufig. Mit 2,4 % erreicht sie im bundesweiten Vergleich den mit Abstand niedrigsten Wert. Die Angebotssituation verengt sich damit weiter. 

Bautätigkeit zieht erfreulicherweise spürbar an, deutlicher Anstieg der Mietpreise 

Die Bautätigkeit hat deutlich zugelegt. Mit 452.000 m² werden aktuell knapp 87 % mehr Flächen errichtet als vor einem Jahr. Wie dringend dies notwendig ist, zeigt sich auch daran, dass die dem Vermietungsmarkt noch zur Verfügung stehenden Flächen lediglich um 12 % zugelegt haben und nur 191.000 m² umfassen. Deutlich mehr als die Hälfte aller Flächen ist bereits vorvermietet oder wird für Eigennutzer errichtet. Vor diesem Hintergrund ist das Bauvolumen trotz deutlichen Anstiegs immer noch zu gering. Aufgrund des starken Leerstandrückgangs ist auch das insgesamt verfügbare Angebot (Leerstand + verfügbare Flächen im Bau) weiter geschrumpft und erreicht nur noch 650.000 m² (-11 %).  

Die starke Nachfrage bei gleichzeitig weiter rückläufigem Angebot schlägt sich unmittelbar in den Mietpreisen nieder. Im Vorjahresvergleich hat die Spitzenmiete um 11 % auf 31 €/m² zugelegt. Bei den Durchschnittsmieten, die im gleichen Zeitraum um über 20 % gestiegen sind, war sogar eine noch dynamischere Entwicklung zu beobachten. Der Mietpreisanstieg vollzieht sich auf breiter Front in vielen Büromarktzonen. 

„Da die starke Nachfrage weiter anhält, ist auch im vierten Quartal von einem überdurchschnittlichen Flächenumsatz auszugehen, sodass im Gesamtjahr ebenfalls ein neues Rekordergebnis erzielt werden wird. Gleichzeitig zeichnet sich ein weiterer Leerstandsabbau ab, wodurch der Flächenumsatz eventuell etwas gebremst werden könnte. Die Mietpreise werden aller Voraussicht nach weiter deutlich ansteigen“, prognostiziert Jan Dohrwardt.

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