Pressemitteilungen

05 Juli 2012
Investmentmärkte bleiben unter Vorjahresniveau
Frankfurt am Main – Im ersten Halbjahr 2012 wurden bundesweit rund 9,7 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien angelegt – knapp 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).
„Nach einem soliden Jahresauftakt mit knapp 5,3 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten wurde mit gut 4,4 Milliarden Euro im zweiten Quartal zunächst deutlich weniger in deutsche Gewerbeimmobilien investiert. Vor dem Hintergrund der sich in den vergangenen Monaten wieder zuspitzenden Staatsschuldenkrise und der damit verbundenen Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung des Euroraums sowie der Finanzmärkte ist dies aber nicht verwunderlich. Trotz dieser Störgeräusche erfreuen sich Gewerbeimmobilien in Deutschland grundsätzlich einer nach wie vor großen Nachfrage“, erklärt Piotr Bienkowski, Vorsitzender der Geschäftsführung von BNP Paribas Real Estate Deutschland.
Von den 9,7 Milliarden Euro, die in Gewerbeimmobilien investiert wurden, entfallen knapp 7,8 Milliarden Euro und damit wie im Vorjahreszeitraum rund 80 Prozent auf Einzeldeals. Portfoliotransaktionen trugen gut 1,9 Milliarden Euro (20 %) zum Ergebnis bei. Auch im ersten Halbjahr sind Büroimmobilien die mit Abstand beliebteste Assetklasse mit einem Anteil von rund 40 Prozent am Transaktionsvolumen und liegen vor den Einzelhandelsimmobilien, auf die knapp ein Drittel entfällt. Logistikimmobilien waren ebenfalls stark nachgefragt und kommen auf rund 9 Prozent. In Hotels wurde demgegenüber deutlich weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum investiert, sodass ihr Beitrag auf knapp 4 Prozent gesunken ist. Der Anteil ausländischer Käufer bewegt sich mit gut 32 Prozent auf Vorjahresniveau.
Auch an den Big-Six-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München) bleibt das Investitionsvolumen im ersten Halbjahr mit rund 4,7 Milliarden Euro unter dem Vorjahresergebnis (minus 17 %), das jedoch zu den höchsten Investitionsvolumina der vergangenen Dekade zählte. Der Rückgang vollzog sich mit Ausnahme von München an allen Standorten im zweistelligen Bereich. Die Isarmetropole setzte sich dank mehrerer Großabschlüsse mit fast 1,39 Milliarden Euro (plus 83 %) an die Spitze vor Berlin mit rund 1,04 Milliarden Euro (minus 18 %), Frankfurt mit 885 Millionen Euro (-33 %) und Hamburg mit 722 Millionen Euro (minus 46 %). Auch Düsseldorf (387 Millionen Euro, minus 17 %) und Köln (239 Millionen Euro, minus 49 %) konnten nicht an das gute Vorjahresergebnis anknüpfen, wofür insbesondere auch ein nicht ausreichendes Angebot verantwortlich ist.
Trotz des anhaltenden Mangels an attraktiven Anlagechancen im Premiumsegment sind die Büro-Renditen auch im zweiten Quartal an allen beobachteten Standorten stabil geblieben. Damit sind Top-Immobilien nach wie vor in München mit 4,75 Prozent am teuersten, gefolgt von Hamburg mit 4,80 Prozent und Frankfurt mit 4,90 Prozent. Kurz dahinter folgen Berlin mit einer Netto-Spitzenrendite von 4,95 Prozent und Düsseldorf mit 5,00 Prozent. Einziger Standort mit einer Rendite von über 5 Prozent bleibt Köln mit 5,30 Prozent. Insgesamt sollten die Renditen ihren Tiefpunkt erreicht haben, nur vereinzelt kann ein leichter Rückgang durch den anhaltenden Nachfragedruck nicht ausgeschlossen werden.
Auch wenn das Investmentvolumen im zweiten Quartal etwas geringer ausfiel, ist aus heutiger Sicht weniger von einem sich verfestigenden Trend als von einer vorübergehenden Schwächephase auszugehen. „Die weitere Entwicklung wird wesentlich von Lösungen für die Eurokrise, der Zinsentwicklung und der Handlungsfähigkeit der Kapitalmärkte abhängen. Da aber insbesondere in schwierigen Zeiten Immobilien und sichere Standorte - und Deutschland wird auch weiter der sicherste Hafen in Europa bleiben - gefragt sind, halten wir an der zu Jahresbeginn abgegebenen Prognose eines gewerblichen Investitionsvolumens von über 20 Milliarden Euro fest“, resümiert Bienkowski.
Aktuelle Pressemitteilungen
- 15.05.2013 | Düsseldorf: Fossil-Store eröffnet Ende Mai ...
- 07.05.2013 | Flächenumsatz nur knapp unter Vorjahresniveau ...

